Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
12. März 2010
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Politik

Israel: Trotz Streit soll es Friedensgespräche geben

Israel und die Palästinenser nehmen ungeachtet ihres Streits über ein Bauprojekt in Ostjerusalem weiter Kurs auf indirekte Friedensgespräche.

Der US-Nahost-Gesandte George Mitchell wird in der kommenden Woche wie vorgesehen nach Israel und in die Palästinensergebiete reisen.

Es sei aber noch unklar, wann und wo die erste Runde indirekter Verhandlungen beginne, sagte der Sprecher der US-Botschaft in Tel Aviv, Kurt Hoyer, am Freitag auf Anfragen.

Wegen eines neuen Bauprojekts für 1600 Wohnungen im arabischen Ostteil Jerusalems hatte es große Verärgerung gegeben. Mitchell versucht zurzeit, führende arabische Politiker zu überzeugen, ihre Unterstützung für Friedensgespräche unter Vermittlung der USA nicht zurückzuziehen.

Wie der Sprecher des US-Außenamtes Philip Crowley weiter mitteilte, haben die Palästinenser die US-Regierung bislang nicht informiert, dass sie sich von indirekten Gesprächen zurückziehen wollen.

Palästinenserpräsident Mahmud Abbas habe in einem Telefongespräch mit Mitchell verlangt, dass Israel die Baugenehmigung rückgängig macht, hieß es aus seinem Umfeld. Mitchell habe Abbas davon überzeugen wollen, dass eine „Entschuldigung“ des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu an den US-Vizepräsident Joe Biden so gut wie ein Rückzieher sei.

Netanjahu hatte am Donnerstag versichert, dass der Bau der Wohnungen in Ramat Schlomo in Ostjerusalem erst in einigen Jahren beginnen werde.

Israelische Tageszeitungen schrieben am Freitag unter Berufung auf Regierungsbeamte in Washington, Präsident Barack Obama habe entrüstet auf die Ankündigung des Bauprojektes reagiert.

Biden sagte während seines Besuches in Israel, dass er auf Anweisung Obamas den Plan scharf verurteilt habe.

dpa




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