© 2009 APA/AP US-Präsident Barack Obama und der chinesische Staats- und Parteichef Hu Jintao
© 2009 APA/AP US-Präsident Barack Obama
Der Dalai Lama, der heute in Bozen ist, hat heute prominente Unterstützung bekommen.
US-Präsident Barack Obama hat bei einem Treffen mit dem chinesischen Staats- und Parteichef Hu Jintao auf die Einhaltung der Menschenrechte, die universell und für alle religiösen und ethnischen Minderheiten gelten müssten, hingewiesen.
Der US-Präsident betonte, dass die USA Tibet als Teil Chinas ansähen, und sprach sich ferner für eine baldige Wiederaufnahme des stockenden Dialogs der chinesischen Führung mit den Vertretern des Dalai Lama aus.
Damit hat der US-Präsident ein wichtiges Signal gesetzt, nachdem er vor mehreren Wochen ein Treffen mit dem geistlichen und weltlichen Oberhaupt der Tibeter in Washington abgelehnt hatte.
Das tibetische Exil-Oberhaupt begrüßte Obamas Äußerungen zur Tibet-Frage und zur Meinungsfreiheit in China.
Es sei klar, dass Washington ein sehr starkes Interesse an Tibet habe, erklärte der Dalai Lama in Bozen. „Es ist aber auch klar, dass es deutliche Grenzen gibt, weshalb die USA sich nicht so ausdrücken können, wie sie möchten.“
Der Dalai Lama weilt zu einen zweitägigen Besuch in Südtirol. Er ist gestern in Bozen eingetroffen und hat heute Vormittag zuerst Landeshauptmann Durnwalder und anschließend die gesamte Landesregierung getroffen.
Derzeit nimmt er an einer Veranstaltung an der EURAC in Bozen teil. Am frühen Nachmittag wird der Dalai Lama schließlich in Trient erwartet.
Zusammenarbeit mit der EURAC
Seit den 90er Jahren unterstützen und beraten die Juristen und Minderheiten-Experten der EURAC die tibetische Exilregierung, besonders in Sachen Autonomie.
Eine Autonomie nach Südtiroler Vorbild könnte ein möglicher Kompromiss in den Verhandlungen mit China über die Lösung des Tibet-Konflikts darstellen.
Im Jahre 1959 floh der Dalai Lama nach einem Volksaufstand gegen die chinesischen Besatzer ins indische Exil nach Dharamsala, wo er sich seitdem aufhält und auf vielen Wegen versucht, das Los der Menschen in seiner Heimat zu verbessern.
Für seine Bemühungen um die gewaltfreie Lösung des Tibet-Konflikts erhielt der Dalai Lama, von den Tibetern auch „Ozean der Weisheit" genannt, im Jahre 1989 den Friedensnobelpreis.
rb
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