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Artikel vom 03. August 2012

Monti ergreift Maßnahmen für Stahlwerk in Taranto

Europas größtes Stahlwerk Ilva in Taranto (Apulien), das durch gesundheitsgefährdende Emissionen in den vergangenen 13 Jahren den Tod von 386 Menschen verursacht haben soll, beschäftigt die Regierung Monti.

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Proteste am Donnerstag in Taranto - Foto: APA/EPA

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Das Kabinett ergreift jetzt dringende Maßnahmen für die Sanierung der vom Werk kontaminierten Gebiete in der apulischen Hafenstadt.

Der Ministerrat verabschiedete am Freitag ein entsprechendes Dekret.

In den nächsten fünf Jahren 336 Millionen Euro für Sanierung

In die Sanierung des verseuchten Geländes sollen in den nächsten fünf Jahren 336 Millionen Euro gesteckt werden.

Gemäß dem Plan sollen auch umweltfreundliche Unternehmen gefördert werden.

Zugleich wurde die Neuüberprüfung der Zulassungskriterien für das Stahlwerk versprochen.

Protest gegen Schließung: Tausende Menschen auf der Straße

Tausende Menschen waren am Donnerstag in Taranto auf die Straße gegangen, um gegen die Schließung von Europas größtem Stahlwerk zu protestieren, das 11.500 Mitarbeiter beschäftigt.

Sechs Abteilungen des Werks waren von den Justizbehörden vergangene Woche wegen angeblich gesundheitsgefährdender Emissionen geschlossen worden.

Die Mitarbeiter des Ilva-Stahlkonzerns streikten gegen diese Maßnahmen, da sie um ihre Jobs bangen.

Eigentümer Riva, sein Sohn und sechs Manager verhaftet

Der 86 Jahre alte Eigentümer Emilio Riva, sein Sohn Nicola und sechs Manager wurden vergangene Woche verhaftet.

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft wurden in Taranto wesentliche Umweltauflagen nicht erfüllt, sodass unter anderem Dioxin emittiert wurde.

Die Beschäftigten befürchten die komplette Schließung des Werks, die nach Überzeugung eines Gewerkschaftssprechers zahlreiche Familien ruinieren würde.

In der Stadt beträgt die Arbeitslosigkeit elf Prozent, das Stahlwerk ist der größte Arbeitgeber. 

apa