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Artikel vom 10. August 2012

Monti will mit Privatisierungen 20 Prozent der Verschuldung abbauen

Ministerpräsident Mario Monti feilt an einer „Herbstkampagne“ zum Abbau der gewaltigen Staatsschulden. Der Wirtschaftsprofessor will die August-Tage nutzen, um einen Plan zu entwerfen, mit dem die auf 120 Prozent des Bruttoinlandsprodukts gekletterte Verschuldung um mindestens 20 Prozent abgebaut werden soll.

Monti

Mario Monti - Foto: LaPresse

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Monti wolle vor allem auf Privatisierungen setzen, berichten italienische Medien am Freitag. Immobilien in öffentlicher Hand und Staatsbeteiligungen an Unternehmen will die Regierung auf den Markt bringen, um Geld einzunehmen.

Verkauf von Staatseigentum

Wirtschaftsminister Vittorio Grilli wurde beauftragt, eine Liste des Staatseigentums aufzustellen, das veräußert werden soll. Die Regierung plant die Gründung von drei Fonds, die sich mit dem Verkauf von Immobilien in öffentlichem Besitz beschäftigen soll.

Im Rahmen der Privatisierungskampagne wird sich der Staat von seinem Tafelsilber trennen müssen. So könnten bald der bekannte Palazzo Diedo in Venedig sowie der Palazzo Bolis Gualdo in der prestigereichen via Bagutta in Mailand veräußert werden.

In Rom sollen mehrere Kasernen privatisiert werden. Große internationale Investoren haben bereits Interesse signalisiert.

Privatisierungen von Post und Finanzinstituten

Monti denkt auch an die Veräußerung von Beteiligungen an der italienischen Post.

Die staatlichen Finanzinstitute Sace, Fintecna und Simest sollen an die staatlich kontrollierte Holding Cassa Depositi e Prestiti verkauft werden. Mit dem Schritt können die öffentlichen Schulden um rund zehn Milliarden Euro reduziert werden.

Erwogen wird auch die einmalige Besteuerung von Kapital, das die Italiener illegal in der Schweiz aufbewahren.

Weniger Steuererleichterungen

Die Fürsorgeanstalten beruflicher Kammern sollen gezwungen werden, ihre Investitionen in Staatspapieren zu erhöhen.

In Regierungskreisen wurden Gerüchte dementiert, nach denen die Regierung eine Reichensteuer im Sinn habe.

Monti plant Indiskretionen zufolge auch weitere Einschnitte bei den Finanzierungen für Parteien und Gewerkschaften. Außerdem sollen mehrere Steuererleichterungen für Unternehmen gestrichen werden.

Confindustria: Minus von 2,4 Prozent befürchtet

Seit mehr als einem Jahrzehnt gehört Italien zu den am langsamsten wachsenden Ländern Europas. Der Internationale Währungsfonds (IWF) sagt der drittgrößten Volkswirtschaft in der Euro-Zone für 2012 einen Konjunktureinbruch um knapp zwei Prozent voraus.

Der Industrieverband Confindustria befürchtet sogar ein Minus von 2,4 Prozent.

apa

timahrend

11.08.2012 10:07

Wann geht man endlich an die Besteuerung von 20 - 40% Besteuerung von illegalem Geld in der Schweiz, Frankreich, Österreich und Deutschland über......will man warten, bis die meisten Steuerhinterzieher das Geld dort wieder woanders hingeschafft haben ........
Reduzierung der Parteien und Gewerkschaftsfinanzierung ...höchste Zeit, überhaupt ist das ganze Parteiensystem zu hinterfragen, schliesslich ist ja alles nur "Freundele"-Wirtschaft .......und Sesselkleberei, wo sich die Politiker selbst die Gehälter und Privilegien bestimmen .......deshalb einen Rat an alle: bei der nächsten Wahl fernbleiben, bis das Parteiensystem abgeschafft ist, ohne die Demokratie in Frage zu stellen ..........

Christian4700

11.08.2012 08:54

Entweder will uns diese Regierung als lauter Idioten verkaufen, oder die Sommerhitze macht ihnen zu schaffen.

Um 20% will man die Staatsverschuldung auf 100% abbauen, vor allem durch Verkauf des Tafelsilbers.

Die staatlichen Finanzinstitute Sace, Fintecna und Simest sollen um rund zehn Milliarden Euro verkauft werden.

Weiss der Wirtschaftsprofessor, wieviel 20% von 2.000 Milliarden sind? Woher sollen denn die anderen 390 kommen. Die letzten "Scudi" haben doch nur lächerliche Milliarden im einstelligen Bereich gebracht. Sollen die jetzt 100 oder mehr bringen.

Jede Wette, dass die Staatsverschuldung am 31.12.2013 bei 130 % und nicht bei 100 % liegen wird.

Will wer dagegen halten? Wollen wir diese Wette dem Wirtschaftsprofossor vorschlagen?

Vielleicht hört diese Regierung endlich einmal auf mit diesen idiotischen Zahlen um sich zu werfen.

Christian4700

11.08.2012 08:45

Mein Gott, diese Regierung verkauft uns alle für blöd. Vor wenigen Monaten wollte sie über 100 Milliarden an Einsparungen vornehmen und jetzt will sie 20 % der Staatsverschuldung abbauen.

Kann einmal jemand dem Wirtschafsprofessor beibringen, wieviel 20% von 2.000 Milliarden ist?

Die staatlichen Finanzinstitute Sace, Fintecna und Simest sollen um rund zehn Milliarden Euro verkauft werden. Und das ist bereits Tafelsilber. Woher sollen denn die anderen 390 Milliarden kommen?

Ein Narr, der heute nicht glaubt, dass die Staatsverschuldung am Ende des Jahres sich nicht näher an der 130% Grenze sich einpendelt als dass man im Jahr 2013 eine Zahl von 100 % sehen wird.

Da muß man sich wirklich fragen, ob einfache Menschen von der Strasse etwas verstehen, oder die Wirtschaftsprofessoren.

Ich würde wetten, am 31.12.2013 stehen wir bei 130% Verschuldung und nicht bei 100%.

Will wer dagegen halten?

Christian4700

11.08.2012 08:45

Mein Gott, diese Regierung verkauft uns alle für blöd. Vor wenigen Monaten wollte sie über 100 Milliarden an Einsparungen vornehmen und jetzt will sie 20 % der Staatsverschuldung abbauen.

Kann einmal jemand dem Wirtschafsprofessor beibringen, wieviel 20% von 2.000 Milliarden ist?

Die staatlichen Finanzinstitute Sace, Fintecna und Simest sollen um rund zehn Milliarden Euro verkauft werden. Und das ist bereits Tafelsilber. Woher sollen denn die anderen 390 Milliarden kommen?

Ein Narr, der heute nicht glaubt, dass die Staatsverschuldung am Ende des Jahres sich nicht näher an der 130% Grenze sich einpendelt als dass man im Jahr 2013 eine Zahl von 100 % sehen wird.

Da muß man sich wirklich fragen, ob einfache Menschen von der Strasse etwas verstehen, oder die Wirtschaftsprofessoren.

Ich würde wetten, am 31.12.2013 stehen wir bei 130% Verschuldung und nicht bei 100%.

Will wer dagegen halten?

Dolomitenlux

10.08.2012 21:57

Monti = A……ch!

Yellove

10.08.2012 16:49

Erwogen wird auch die einmalige Besteuerung von Kapital, das die Italiener illegal in der Schweiz aufbewahren.........jetzt verstehe ich nichts mehr, wenn ich also ILLEGAL Kapital in der Schweiz habe dann zahle ich nur eine einmalige Steuer?

Yellove

10.08.2012 16:45

Sie schreiben: "Die STAATLICHEN Finanzinstitute Sace, Fintecna und Simest sollen an die STAATLICH kontrollierte Holding Cassa Depositi e Prestiti verkauft werden"....kurz gesagt, der Staat verkauft an den Staat .......und das soll Einsparungen bringen, oder die reellen Zahlen vertuschen?

kielratte

10.08.2012 14:28

Der einzig gute Satz in diesem Beitrag:

"In Regierungskreisen wurden Gerüchte dementiert, nach denen die Regierung eine Reichensteuer im Sinn habe."

Wird aber sicher wieder nicht zu Stande kommen, oder so abgeschwächt dass es im Verhältnis gesehen einem Witz gleicht...

8 Kommentare