Sonntag, 12. Februar 2012
03. September 2010
Benjamin Netanjahu (R) und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas © 2010 Benjamin Netanjahu (R) und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas Benjamin Netanjahu (R) und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas © 2010 APA/AP Benjamin Netanjahu (R) und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas
Politik

Netanjahu erwägt Referendum über Friedensabkommen

Die Nahost-Friedensverhandlungen haben gerade erst begonnen, eine Einigung liegt noch in weiter Ferne. Doch der israelische Regierungschef Benjamin Netanjahu denkt bereits über eine Umsetzung nach und wie man die Menschen in Israel einbinden kann.

Netanjahu sucht für ein mögliches Friedensabkommen mit den Palästinensern offenbar eine breite Basis in der Bevölkerung.

Er schließe eine Volksabstimmung dazu nicht aus, berichtete der israelische Rundfunk am Freitag.

Netanjahu hatte sich direkt nach Abschluss der Friedensgespräche in Washington auf den Rückflug nach Israel gemacht.

Aus der Umgebung des konservativen Regierungschefs verlautete, die Umsetzung eines Friedensabkommens werde lange dauern.

Es werde sicher stufenweise umgesetzt und es werde immer wieder Überprüfungen geben.

Netanjahu und Palästinenserpräsident Mahmud Abbas hatten am Vortag in Washington vereinbart, die Verhandlungen über eine Friedenslösung am 14. September fortzusetzen und auch danach alle 14 Tage zusammenkommen.

Es waren die ersten direkten Verhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern seit zwei Jahren. Beide bekräftigten dabei ihren Willen, innerhalb eines Jahres eine Friedenslösung zu erreichen.

Die radikal-islamische Hamas-Organisation im Gaza-Streifen lehnt die Gespräche ab und will sie torpedieren.

Sie kündigte weitere Anschläge an. Die Hamas ist mit der gemäßigten Fatah von Abbas verfeindet, die im Westjordanland herrscht.

Kurz nach Beginn der Nahost-Friedensgespräche in Washington hatten Berichte über einen angeblichen neuen Anschlag militanter Palästinenser für neue Beunruhigung gesorgt.

Eine israelische Armeesprecherin sagte jedoch am späten Donnerstagabend, es habe eindeutig keine neue Attacke gegeben.

dpa




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