Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
08. Februar 2012
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Politik

Neue Gräueltaten in Homs – Arabische Beobachter ziehen ab

Die Offensive gegen die Regimegegner in Syrien geht auch nach dem Lawrow-Besuch weiter. Moskau hofft, dass der blutige Konflikt mit Dialog und Reformen beendet werden kann. Doch die Araber winken ab.

Mit militärischer Macht und Milizenterror versucht das syrische Regime den Willen der Aufständischen zu brechen.

Westliche und arabische Staaten verstärken ihrerseits den diplomatischen Druck auf Präsident Baschar al-Assad. In Moskau hält man dies für keine gute Strategie.

Syrische Aktivisten berichteten am Mittwoch, das Viertel Baba Amro in der Stadt Homs sei von der Armee unter Beschuss genommen worden.

Sie sprachen von Dutzenden von Toten. Drei Familien seien von Milizionären in ihren Häusern massakriert worden, hieß es.

Die Eindringlinge hätten 19 Menschen mit Messern getötet. In zwei Krankenhäusern von Homs seien insgesamt 18 Frühchen in Brutkästen ums Leben gekommen, weil der Strom abgeschaltet worden sei. Aufgrund der eingeschränkten Bewegungsfreiheit für Medienvertreter in Syrien ist es schwer, die Opferzahlen zu überprüfen.

Die sogenannten Revolutionskomitees meldeten, Angehörige des syrischen Geheimdienstes hätten im Libanon nahe der Grenze zwei junge Männer aus der Stadt Homs verschleppt.

Sie seien vom Geheimdienst der Luftwaffe zurück nach Syrien gebracht worden. In Berlin waren zuletzt zwei mutmaßliche syrische Spione festgenommen worden, die Oppositionelle ausgeforscht haben sollen.

Die Arabische Liga forderte unterdessen ihre Beobachter auf, Syrien zu verlassen. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Liga in Kairo. Der Leiter der Beobachtermission, Mohammed al-Dabi, und sein Stab sollen jedoch vorerst noch in Damaskus bleiben.

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte bei einem Treffen mit Präsident Assad am Dienstag noch erklärt, die Beobachtermission könne ausgeweitet werden.




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