In Potenza hat am Montag ein Prozess gegen Prinz Vittorio Emanuele von Savoyen, den Sohn des letzten italienischen Königs Umberto II., begonnen.
Der 72-Jährige, der 2006 im Zuge einer Untersuchung wegen Korruption und Förderung von Prostitution verhaftet worden war, muss sich wegen des Verdachts auf Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung verantworten, die Beamte bestochen hat.
Mit dem Prinzen standen weitere fünf Personen vor Gericht. Aus technischen Gründen wurde das Verfahren kurz nach der Eröffnung auf den 1. Februar 2010 vertagt.
Der Königssohn war 2006 verhaftet worden. Ihm wurde vorgeworfen, Prostituierte angeworben und zu Kunden im Spielcasino der italienischen Enklave Campione d’Italia in der Schweiz geschickt zu haben.
Zudem wurde ihm Bestechung im Zusammenhang mit der Zulassung von Spielautomaten zur Last gelegt. Die Ermittlungen richteten sich gegen insgesamt 13 Personen, darunter mehrere Prominente.
Vittorio Emanuele von Savoyen und seine Familie waren 2002 nach mehr als einem halben Jahrhundert im Exil nach Italien zurückgekehrt. Die männlichen Nachkommen von König Umberto II. waren zur Strafe für die königliche Unterstützung der Faschisten 1946 ins Exil verbannt worden.
Das Parlament hob das Einreiseverbot erst im Juli 2002 auf. Vittorio Emanuele und sein Sohn Emanuele Filiberto, die die meiste Zeit ihres Exils in der Schweiz verbrachten, haben auf den Thronanspruch verzichtet.
apa

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