Die Staatsanwaltschaft Wien ermittelt gegen den Sohn von FPÖ-Präsidentschaftskandidatin Barbara Rosenkranz, Volker Rosenkranz, wegen des Verdachts eines Verstoßes gegen das Verbotsgesetz.
Er soll in Wien „Heil Hitler“ gerufen haben. Die Staatsanwaltschaft bestätigte am Mittwoch gegenüber der APA einen entsprechenden Bericht des Nachrichtenmagazins „News“.
Barbara Rosenkranz erklärte gegenüber der APA, ihr Sohn habe ihr versichert, eine derartige Äußerung nicht getätigt zu haben.
Laut Nachrichtenmagazin soll der Vorfall am 24. April geschehen sein, einen Tag vor der Bundespräsidentschaftswahl. „News“ beruft sich auf Unterlagen des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Wien sowie der Wiener Polizei, wonach Volker Rosenkranz in einen Zwischenfall vor dem Wiener Rathaus verwickelt gewesen sei, der um 1.45 Uhr stattgefunden habe.
Eine Gruppe von Schülern, die den „Ball der Wiener Schulen“ verlassen habe, sei von Volker Rosenkranz angepöbelt worden.
Dabei habe Rosenkranz unter anderem zweimal die Äußerung „Heil Hitler“ getätigt und einen der Schüler gestoßen. Die Staatsanwaltschaft bestätigte, dass es Ermittlungen wegen des Hitlergrußes gebe.
Laut „News“ habe Rosenkranz bei dem Vorfall behauptet, der Sohn der Präsidentschaftskandidatin zu sein, was ihm jedoch nicht geglaubt wurde.
Erst als die Schüler nach der Wahl Fotos der Präsidentschaftskandidatin mit ihren Kindern sahen, wurde Volker Rosenkranz als Sohn von Barbara Rosenkranz identifiziert.
Der Schuldirektor hat daraufhin wegen der „Heil-Hitler“-Rufe die Polizei eingeschalten, sämtliche Zeugen sollen Volker Rosenkranz auf einem in einer Tageszeitung veröffentlichtem Foto identifiziert haben, so „News“.
Barbara Rosenkranz selbst erklärte gegenüber der APA, sie habe mit ihrem Sohn bereits über die Vorwürfe gesprochen. „Mein Sohn hat sehr glaubwürdig geschworen, dass er das natürlich nicht gesagt hat“, so die FPÖ-Politikerin.
Eine derartige Aussage würde auch überhaupt nicht zu ihm passen, sagte sie.

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