Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
06. Februar 2012
Das Foto zeigt einen ausgebrannten Panzer. Das Bild dürfte aus Homs stammen. Da unabhängige Journalisten nicht in die Stadt dürfen, kann die Echtheit des Fotos nicht überprüft werden. © 2012 APA/EPA Das Foto zeigt einen ausgebrannten Panzer. Das Bild dürfte aus Homs stammen. Da unabhängige Journalisten nicht in die Stadt dürfen, kann die Echtheit des Fotos nicht überprüft werden.
Politik

Syrien: Erneut „zahlreiche Opfer“ in Homs

Syrische Truppen haben Montag früh nach Angaben der Opposition erneut die Stadt Homs im Zentrum des Landes angegriffen und dadurch „zahlreiche Opfer“ verursacht.

Demnach seien mindestens 15 Menschen bei gezielten Angriffen der Armee getötet worden. 150 Menschen sollen verletzt worden sein. „Dies ist das gewaltsamste Bombardement seit Tagen“, sagte ein Vertreter der Opposition, der mit Bewohnern von Homs in Kontakt stand.

Arabische Nachrichtensender wie Al-Jazeera berichteten live aus der belagerten Stadt. Es waren Explosionen zu hören, zudem stieg vielerorts Rauch über den Gebäuden auf.

Augenzeugen berichteten, die Armee setze Raketenwerfer ein. Homs ist ein Zentrum des Widerstands gegen die syrische Staatsführung unter Präsident Bashar al-Assad.

Am Wochenende wurde die Weltöffentlichkeit durch Berichte über ein „Massaker“ von der Nacht auf Samstag aufgeschreckt, bei dem in Homs nach Angaben der Opposition mehr als 230 Menschen getötet wurden.

Die jüngsten Angriffe richteten sich nach Angaben der Assad-Gegner gegen die Stadtviertel Baba Amro und Inshaat. Die Widerstandsgruppen rechneten mit einer „Großoffensive“.

Sie forderten die Weltgemeinschaft auf, ein „weiteres Massaker“ zu verhindern.

Insgesamt wurden seit Beginn des Aufstandes gegen Assad im vergangenen März nach UNO-Angaben mehr als 5.400 Menschen getötet.

Eine UNO-Resolution zu Syrien scheiterte am Wochenende am Veto Russlands und Chinas. Die Blockade der beiden Länder löste weltweit Empörung und Kritik aus. Die Opposition sprach von einer „Lizenz zum Töten“.

apa/afp/reuters




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