Die Vereinten Nationen haben den europäischen Umgang mit Asylsuchenden und Flüchtlingen kritisiert.
„Europa könnte ohne Migration nicht überleben“, sagte UN-Flüchtlingskommissar António Guterres am Mittwoch in Genf. Dies ergebe sich schon daraus, dass die europäische Bevölkerung bei niedrigen Geburtenraten immer älter werde.
Die negative Einstellung gegenüber Ausländern, die Verschärfung des Asylverfahrens sowie Populismus und Fremdenfeindlichkeit seien „sehr beunruhigende“ Entwicklungen, sagte der UN-Hochkommissar weiter.
In diesem Zusammenhang nannte er die Abschiebung von Flüchtlingen in den Mittelmeerländern, insbesondere in Italien.
„Alle Gesellschaften werden multireligiös, multiethnisch und multikulturell. Das ist unumkehrbar.“ Diese Tendenz zu bekämpfen sei selbstmörderisch und illusorisch, sagte Guterres.
Sinnvoller sei es, in die Integration zu investieren. Europa müsse auch unbedingt eine gemeinsame Asylpolitik entwickeln.