Werbung - Redaktion - Mittwoch, 23. Mai 2012
09. Februar 2012
Weder die UNO noch die Arabische Liga konnten  bisher das Blutvergießen in Syrien stoppen © 2012 APA/AP Weder die UNO noch die Arabische Liga konnten bisher das Blutvergießen in Syrien stoppen
Politik

UNO und Arabische Liga erwägen gemeinsame Syrien-Mission

Die Vereinten Nationen und die Arabische Liga erwägen eine Zusammenarbeit bei einer neuen Beobachtermission für Syrien.

Liga-Generalsekretär Nabil al-Arabi habe die UNO „um Hilfe“ gebeten und eine gemeinsame Mission mit einem gemeinsamen Sondergesandten vorgeschlagen, sagte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon am Mittwoch in New York.

In der Stadt Homs wurden laut Menschenrechtsaktivisten erneut zahlreiche Menschen getötet.

Die Arabische Liga wolle eine neue Beobachtermission nach Syrien entsenden, sagte Ban. Über die Bitte um Kooperation mit den Vereinten Nationen bei der Mission werde in den kommenden Tagen im UN-Sicherheitsrat beraten.

Ban bezeichnete die gescheiterte Resolution im UN-Sicherheitsrat zu Syrien als „katastrophal“ für die Menschen in dem Land.

Die Resolution war am Samstag am Veto Russlands und Chinas gescheitert. Dies habe die syrische Führung „ermutigt, den Krieg gegen ihr eigenes Volk zu verschärfen“, sagte Ban.

In Homs gingen Menschenrechtsgruppen zufolge auch am fünften Tag in Folge syrische Sicherheitskräfte mit massiver Gewalt gegen die Bevölkerung vor.

Homs werde mit schweren Waffen beschossen, erklärte die in London ansässige Beobachtungsstelle. Die Zahl der Todesopfer werde noch steigen, da viele Leichen unter den Trümmern zerstörter Häuser lägen.

Die syrischen Truppen gehen seit der Nacht zum Samstag mit massiver Gewalt gegen die Protestbewegung in Homs vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten wurden alleine in jener Nacht mindestens 230 Menschen getötet.

Seit Beginn der Niederschlagung der Proteste Mitte März starben Menschenrechtsgruppen zufolge mehr als 6.000 Menschen.

Syrische Rebellen beschrieben die humanitäre Lage in Homs als „katastrophal“. Sie stünden einer der „schlimmsten Todesmaschinen der Welt“ gegenüber, sagte einer der Aufständischen.

Bei einem via Internet nach Washington übertragenen Treffen nahe Damaskus forderten die Rebellen Waffenhilfe. Es würden keine Truppen benötigt, sondern Waffen, sagte ein Kommandeur der Freien Syrischen Armee.


Video: Weiter brutale Gewalt in Homs
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