Die Augsburger Panther und die Hannover Scorpions mit Trainerfuchs Hans Zach stehen in den deutschen Eishockey-Playoffs kurz vor dem Final-Einzug.
Augsburg feierte am Sonntag daheim mit 1:0 (1:0, 0:0, 0:0) über den EHC Wolfsburg ebenso den zweiten Halbfinal-Erfolg wie Hannover mit dem 4:1 (2:0, 0:0, 2:1) beim ERC Ingolstadt.
Die Scorpions können bereits an diesem Dienstag (19.30 Uhr) daheim den größten Erfolg der Club-Geschichte perfekt machen.
Wolfsburg muss am Mittwoch (19.30 Uhr) zu Hause gewinnen, um zumindest eine vierte Partie bei Augsburg zu erzwingen, das schon DEL-Rekordchampion Mannheim und Titelverteidiger Berlin ausgeschaltet hatte.
Connor James mit seinem Tor in der 14. Minute und der erneut überragende Nationaltorwart Dennis Endras waren die Matchwinner.
„Wir haben ein Riesenherz in dieser Mannschaft. Es macht einfach Spaß. Wir nehmen alles mit, was noch kommt“, sagte Endras. Auch der Favoritenschreck hat noch nie um den Titel gespielt.
Der 61-jährige Zach, der sich am Ende dieser Saison aus der DEL verabschieden will, hat nach drei Triumphen mit Düsseldorf schon reichlich Erfahrung als Meistermacher.
Mit Blick auf die dritte Partie warnte Zach aber: „Der dritte Sieg ist der schwerste. Da sind sie angeschlagen, da sind sie gefährlich.“
Schon im Viertelfinale gegen Nürnberg hatten die Scorpions einen 2:0-Vorsprung verspielt, das erste Heimspiel gegen Ingolstadt aber 6:0 gewonnen.
Rainer Köttstorfer (4.) und Klaus Kathan (9.) schockten in der Anfangsphase die Bayern, die zudem Glück bei einem Pfostentreffer von David Wolf hatten.
Adam Mitchell (48.) erhöhte per Abstauber, ehe Prestin Ryan (50.) nach insgesamt fast 110 torlosen Minuten den ersten ERC-Treffer im Halbfinale erzielte.
Ben Cottreau (56.) überwand danach jedoch Ingolstadts erneut nicht ganz glücklich aussehenden Nationaltorwart Dimitri Pätzold. Top-Torschütze Thomas Greilinger musste danach wegen eines Revanche-Stockschlages vorzeitig vom Eis und fehlt dem ERC am Dienstag wegen seiner Sperre.
„Wir schießen einfach keine Tore“, klagte Ex-Nationalspieler Michael Waginger, meinte aber auch: „Wir haben nach wie vor die Chance. Wir müssen weiter dran glauben, das ist das einzige Rezept.“
Trainer Greg Thomson lobte sein Team: „Ich nehme die Mannschaft in Schutz, sie hat super gespielt. Die Serie ist nicht vorbei.“
Darauf hoffen trotz des 0:2-Rückstandes auch die Wolfsburger. Wie beim 3:2-Verlängerungssieg der Panther am Freitag ging es auch im zweiten Spiel eng zu.
Die Augsburger Führung durch das Überzahl-Tor von James (14.) hielt, weil Endras erneut stark hielt und die Hausherren im letzten Drittel leidenschaftlich verteidigten.
dpa
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