Die Kölner Haie sind den Playoffs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) näher gekommen.
Die finanziell angeschlagenen Kölner verteidigten am Freitag mit 2:0 gegen den direkten Verfolger Krefeld Pinguine Platz zehn, der das Erreichen der Viertelfinal- Qualifikation bedeuten würde.
Adler Mannheim blamierte sich dagegen: Nach acht Siegen in Folge kassierte der DEL-Rekordchampion eine 3:5- Heimpleite gegen Schlusslicht Kassel Huskies. Der sechste Platz und der direkte Viertelfinal-Einzug sind damit nur schwer erreichbar.
Die Nürnberg Ice Tigers kamen dem Viertelfinale mit dem 5:2- Heimsieg gegen den direkten Konkurrenten Hannover Scorpions einen großen Schritt näher. Björn Barta (8.), Roland Mayr (10.) und Jesse Schultz (18.) mit einem Unterzahl-Tor machten schon im ersten Drittel alles klar.
Barta gelang noch das 5:0 (47.). Nürnberg liegt nun fünf Punkte vor Hannover. Dem Tabellen-Siebten, der am Sonntag Mannheim erwartet, fehlen aber nur zwei Punkte zum sechstplatzierten ERC Ingolstadt, der am Donnerstag die Hamburg Freezers 5:0 bezwang.
Im Spitzenspiel gewann der überlegene Tabellenführer Eisbären Berlin 3:2 gegen die Frankfurt Lions, die auf Rang vier zurückfielen. Platz zwei vor dem EHC Wolfsburg belegen nun wieder die DEG Metro Stars durch das 5:1 über die Iserlohn Roosters.
Mannheim erwischte gegen die mit großem Abstand schwächste Auswärtsmannschaft durch Ahren Spylo (2.) und Colin Beardsmore (3.) einen Traumstart, geriet aber noch im ersten Drittel 2:3 in Rückstand.
Jean-Philippe Cûté (46.) erhöhte auf 4:2 für Kassel, das bisher noch nicht in der SAP-Arena gewinnen konnte und zuletzt 16 Mal in Folge auf fremdem Eis verlor. Mario Scalzo (48.) verkürzte, doch Pierre-Luc Sleigher (60.) traf zum Endstand ins leere Adler-Tor.
Im Gerangel um Platz zehn fuhr der Tabellen-Neunte Augsburger Panther mit dem 5:1 bei den Straubing Tigers drei wichtige Punkte ein.
Die Kölner Haie gingen durch Jason Jaspers (14.) verdient in Führung, Marcel Müller (57.) erlöste knapp 12.000 Fans. Krefeld liegt auf Rang elf nun schon vier Punkte zurück.
Der Tabellen-Zwölfte Iserlohn hätte in Düsseldorf schon nach zehn Sekunden führen können, doch Brian Swanson scheiterte mit einem der frühesten Penalties der DEL-Geschichte an DEG-Torhüter Jean-Sébastien Aubin.
Im Spitzenspiel in Berlin hatte Eisbären-Nachwuchsspieler Laurin Braun einen großen Auftritt. Der Bruder von Constantin Braun schoss das 1:0 (15.) und bereitete die Treffer durch André Rankel (20.) und Denis Pederson (39.) vor. Frankfurt konnte nur noch verkürzen.
dpa
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