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Artikel vom 10. Juli 2012

Bruneck: Totti sorgt für Eklat

Zuerst Antonio Cassano, dann Francesco Totti: Einigen italienischen Fußballspielern scheint das Wort Toleranz fremd zu sein.

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Der langjährige Nationalspieler und AS Roma-Kapitän Francesco Totti hat auf einer Pressekonferenz am Montag in Bruneck für einen Eklat gesorgt. Der AS Roma hält sich derzeit zu Trainingszwecken in Reischach auf.

„Rispetto l’omofobia“

Es habe sich um einen Versprecher gehandelt, stellten die Presse-Verantwortlichen des AS Roma sofort richtig, in den italienischen Medien werden die Aussagen des Roma-Kapitäns dennoch hochgespielt.

Auf der Pressekonferenz in Bruneck meinte Totti, dass er Homophobie befürworte („rispetto l’omofobia“).

Elena Turra, die Presseverantwortliche der römischen Mannschaft, war sofort zur Stelle und flüsterte dem Kapitän ins Ohr: „Du wolltest sicherlich sagen, dass Du gegen Homophobie bist“.

Totti setzte daraufhin ein Lächeln auf und meinte: „Ja, natürlich, ich bin dagegen. Gegen die Aussagen von Antonio Cassano bei den Europameisterschaften.“

Cassano und sein verbaler Ausrutscher

Im EM-Trainigslager in Krakau auf das Thema Homosexuelle im Fußball angesprochen, hatte der 30-jährige Cassano geantwortet, es sei besser, wenn er dazu nicht sage, was er denke, sonst gebe es ein "casino".

Der TV-Moderator Alessandro Cecchi Paone hatte in einem Radio-Interview erklärt, er wisse, dass es in der italienischen Nationalmannschaft zwei homosexuelle Spieler gebe, ein weiterer sei bisexuell.

Darauf angesprochen sagte Cassano, „das sind Probleme der Homosexuellen. Es sind Schwule. Sie sollen schauen, wie sie zurechtkommen.“

Er hoffe, „dass es in der Nationalmannschaft keine Homosexuellen gibt“, so der Stürmer der „Azzurri“ weiter.

Die Online-Ausgabe der „Gazzetta dello Sport“ nannte Cassanos Worte über Homosexuelle „schockierend“.

Chechi Paone selbst ist homosexuell und hatte nach eigener Aussage mittlerweile beendete Beziehungen zu zwei italienischen Profi-Fußballern.

joi