Der italienische Fußball-Verband hat Ermittlungen gegen Claudio Lotito, den Präsidenten des Serie A-Vereins Lazio Rom, aufgenommen.
Ins Visier von Verbands-Staatsanwalt Stefano Palazzi sind die Verträge der Lazio-Spieler Mauro Zarate und Julio Cruz geraten.
Aus den Lazio-Bilanzen geht hervor, dass für den Erwerb Zarates, der bei Lazio in fünf Jahren sieben Millionen Euro netto verdient, einer englischen Vermittlergesellschaft in fünf Jahren 15 Millionen Euro zu zahlen sind. Die Summe wird als übertrieben hoch bewertet.
Besitzer der in London ansässigen Gesellschaft ist der Fußball-Manager Roberto Petrucchi, berichtete die italienische Tageszeitung „Il Messaggero“ am Mittwoch.
Die Ermittlungen betreffen auch den Erwerb des Lazio-Spielers Julio Cruz. In diesem Fall habe Lotito der niederländischen Vermittlungsgesellschaft Van Dijk B. V über zwei Millionen Euro gezahlt, so „Il Messaggero“.
Lotito wies die Vorwürfe entschieden zurück. „Die Verträge für den Erwerb der beiden Spieler sind vollkommen legal“, betonte Lotito, der um ein Treffen mit dem Staatsanwalt bat, um die Vorwürfe zu klären. Lazio Rom ist an der Mailänder Börse notiert.