In Portogruaro konnten die Zuschauer zwei unterschiedliche Halbzeiten sehen, mit einem FC Südtirol, der in der 1. Hälfte dominierte und dem Führungstreffer nahe war. Nach dem Seitenwechsel hatte der FCS dem wie ausgewechselt wirkenden Gegner nichts mehr entgegenzusetzen.
Der 6. Spieltag der Rückrunde der ersten Division in der Lega Pro brachte für den FC Südtirol neue Probleme mit, obwohl die Mannschaft mit dem Unentschieden gegen Bassano vom Montag sehr zufrieden sein konnte.
Das Spiel in Bassano beendeten die Weißroten nur mehr zu neunt und mussten nun gegen Portogruaro auf die beiden gesperrten Grea und Furlan verzichten. Zudem fielen gleich sechs weitere Spieler durch Verletzungen aus, sodass Stroppa vier Junioren der Berretti-Mannschaft nominieren musste.
Zum Spiel:
Die ersten Initiativen der Partie gingen wie so oft von den Weißroten aus. Bereits in der 2. Minute fand Calliari mit einem Freistoß Giannetti in der Strafraummitte. Dieser setzte den Ball jedoch am Tor vorbei, gleich wie Manuel Fischnaller, der in der 9. Minute eine Vorlage von Calliari per Kopf nicht verwandeln konnte.
Schon zwei Minuten später versuchte es Calliari erneut. Diesmal knallte er einen Freistoß nur um Haaresbreite am Pfosten vorbei.
In der 20. Minute machten sich erstmals auch die Gastgeber bemerkbar, mit Radi, der von der Strafraumgrenze einen Bombenschuss auf den weißroten Kasten losließ. Iacobucci konnte den Ball aber sicher abwehren.
Die Antwort des FC Südtirol ließ nicht lange auf sich warten: In der 22. Minute pfefferte Calliari einen Strafstoß in den Kasten von Portogruaro. Der Schuss war viel zu zentral, so dass Bavena mühelos klären kann.
Das Spiel lief vornehmlich in der Hälfte der Gastgeber ab, mit einem FC Südtirol, der auf den Führungstreffer drängte, den Abwehrriegel jedoch nicht knacken konnte und keine Erfolg versprechenden Mittel fand.
Portogruaro seinerseits beschränkte sich großteils aufs Verteidigen und kam nur selten zu einer gefährlichen Aktion. In der 37. Minute trat dieser ungewöhnliche Fall ein, mit De Sena der einen kräftigen Weitschuss über die Latte setzte. Doch gleich erfolgte der Gegenschlag, der durch ein Foul beendet wurde.
Zum 5. Mal tat Calliari zum Freistoß an und brachte den Ball von der Nähe der Eckfahne in den Strafraum, diesmal wieder zu Giannetti, dessen Kopfball aber ins Aus ging. Damit endet die wenig ereignisreiche 1. Halbzeit 0:0.
Nach dem Wiederanpfiff ändert sich wenig. Nach wie vor dominierte zwar der FC Südtirol, fand jedoch kein Konzept gegen die starke Abwehr des Gegners. Portogruaro versuchte seinerseits vereinzelte Aktionen, so in der 52. Minute durch Luppi, der einen schwachen Direktschuss versuchte und kläglich an Iacobucci scheiterte.
So verlor das Spiel an Bewegung und Spannung, bis in der 63. Minute Radi einen Freistoß in den Strafraum des FCS brachte. De Sena war sofort zur Stelle, sprang am höchsten und versenkte den Ball sicher zum 1:0 für Portogruaro.
Das Spiel war nun gekippt. Portogruaro wurde deutlich stärker und begann aggressiver und sicherer zu werden. In einem bisher ungewohnten Zusammenspiel zwischen Luppi und De Sena an der Strafraumgrenze, wurden die Weißroten überspielt und De Sena fand die Lücke für einen gezielten Schuss, der jedoch knapp am Tor vorbei ging.
Der Sturmlauf von Portogruaro setzte sich mit einem Konter fort: In der 79. Minute drang Luppi bis zur Strafraumgrenze vor und feuerte den Ball aus dem Lauf heraus über das Tor von Iacobucci.
Portogruaro wirkte wie ausgewechselt, verlagerte das Spiel nun in die Südtiroler Hälfte und drängte geradezu auf den zweiten Treffer.
Gegen Ende der fünfminütigen Nachspielzeit bot sich noch eine letzte Chance für den FC Südtirol. Nach einem Strafraumgeplänkel gelangte der Ball vor die Füße von Cascone, der ihn am leeren Tor vorbei schob.
Endstand: Portrgruaro – FC Südtirol 1:0 (0:0)
Portogruaro: Bavena; Regno, Cristante, Radi, Pondaco, Lunati (73.Lorenzini); Coppola, Herzan, Cunico; Luppi (88. Liccardo), De Sena (80. Corazza).
Auf der Ersatzbank: Mion, Bognani, Fedi, Salzano.
Trainer: Massimo Rastelli
FC Südtirol: Iacobucci; Iacoponi, Cascone, Kiem, Legittimo; Calliari (83. Pfitscher), Santonocito, Uliano; Fischaller (73. Chinellato), Schenetti (62. Campo); Giannetti.
Auf der Ersatzbank: Miskiewicz, Boscolo, Giardiello, Eisenstecken.
Trainer: Giovanni Stroppa
Schiedsrichter: Riccardo Ros aus Pordenone
Tor: 63. De Sena (1:0)
Anmerkungen: Gelbe Karte für Lunati (POR), Radi (POR), Giannetti (FCS), Luppi (P), Legittimo (FCS), Corazza (P)
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