© 2010 APA/EPA Wayne Rooney
© 2010 Manuel Fischnaller - Foto: FCS
Englands Fußball-Meister FC Chelsea hat auch das vierte Saisonspiel in der Premier League souverän gewonnen, doch Gesprächsthema Nummer eins bleibt Wayne Rooney.
Aus Furcht vor Beleidigungen durch Everton-Fans strich Manchester Uniteds Coach Sir Alex Ferguson den englischen Nationalspieler für die Partie gegen dessen Ex-Club aus dem Aufgebot.
„Wir werden ihn nicht den Beschimpfungen aussetzen, die ihn hier erwarten“, sagte Ferguson. Nach dem unglücklichen 3:3, bei dem Manchester zwei Treffer in der Nachspielzeit kassierte, titelte der „Guardian“: „Wayne Rooney blieb der Schmerz erspart - aber Manchester United nicht.“
„Es war ein schreckliches Ende für uns. Wir hatten das Spiel unter Kontrolle“, sagte Ferguson nach dem Schlusspfiff im Goodison Park.
„Hoffentlich bereuen wir das nicht am Ende der Saison.“ In einer engen Partie hatten Darren Fletcher, Nemanja Vidic und Dimitar Berbatow den Rückstand durch Evertons Steven Pienaar in eine scheinbar sichere Führung verwandelt.
Doch Tim Cahill und Mikel Arteta überrumpelten Manchesters Star-Ensemble in der Nachspielzeit und trafen noch zum Ausgleich.
Manchesters Star-Coach Ferguson hatte auf Topstürmer Rooney verzichtet, dessen Privatleben seit einer Woche Thema der britischen Boulevard-Medien ist.
Der Profi soll mehrfach Kontakt zu einer Prostituierten gehabt haben, während seine Ehefrau mit dem gemeinsamen Baby schwanger war.
Der 24 Jahre alte Angreifer werde aber am Dienstag in der Champions-League-Partie gegen Celtic Glasgow wieder spielen, kündigte Ferguson an.
Gegen den Londoner Stadtrivalen West Ham kassierte Chelsea zwar den ersten Gegentreffer der Saison, der vierte Sieg im vierten Spiel war dennoch mehr als souverän.
Ghanas Nationalspieler Michael Essien, der wegen einer Knieverletzung die WM in Südafrika verpasst hatte, kommt bei den „Blues“ immer besser in Schwung.
Der 27-Jährige traf beim 3:1-Sieg doppelt. „Ich glaube, er ist besser als zuvor“, sagte Chelsea-Trainer Carlo Ancelotti dem „Telegraph“.
Mit zwölf Punkten bleibt Chelsea Tabellenführer vor dem FC Arsenal (10), das zu Hause einen lockeren 4:1-Erfolg über die Bolton Wanderers feierte, und Manchester United (8).
Der FC Liverpool rettete dank seines überragenden Keepers Jose Manuel Reina ein 0:0 bei Birmingham City und liegt mit fünf Punkten nur auf Platz 13.
Für Tottenham Hotspur erzielte Luka Modric das Tor beim 1:1 bei West Bromwich Albion. Doch der kroatische Spielmacher musste mit Verdacht auf einen Beinbruch ausgewechselt werden.
„Es sieht nicht gut aus“, berichtete „Spurs“- Coach Harry Redknapp.
dpa
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