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Artikel vom 03. August 2012

Heftiger Streit zwischen Juve und dem Verband wegen Conte-Prozess

Juventus Turin hat den italienischen Fußballverband (FIGC) wegen des Wettskandal-Prozesses gegen seinen Trainer Antonio Conte heftig attackiert.

Antonio Conte

Antonio Conte - Foto: APA/EPA

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Der italienische Rekordmeister kritisierte, dass das FIGC-Sportgericht den von Conte und der Anklage vorgeschlagenen Vergleich abgelehnt und eine höhere Strafe für den Coach gefordert hat.

Juve-Präsident Andrea Agnelli bezeichnete den Verband als „diktatorisches System“.

FIGC-Präsident Giancarlo Abete wies diese Äußerung als „inakzeptabel“ zurück.

Agnelli muss mit einem Disziplinarverfahren rechnen.

Sperre von drei Monaten und 200.000 Euro Strafe „nicht angemessen“

Das Sportgericht hatte am Mittwoch eine Sperre von drei Monaten und 200.000 Euro Geldstrafe für Conte überraschend als „nicht angemessen“ abgelehnt.

Conte verzichtete auf einen zweiten Vergleichsantrag.

Daraufhin eröffnete die Kommission das Verfahren gegen ihn.

Chefankläger will Sperre von 15 Monaten

FIGC-Chefankläger Stefano Palazzo fordert eine Sperre von 15 Monaten, weil Conte zwei mutmaßliche Spielmanipulationen in der Saison 2010/2011 bei seinem damaligen Club AC Siena nicht angezeigt haben soll.

Dem 43-Jährigen droht eine Mindeststrafe von sechs Monaten.

Insgesamt stehen 46 Spieler, Trainer und Club-Funktionäre sowie 13 Vereine vor Gericht. Die Verhandlung wurde am Freitag fortgesetzt.

Juve-Star Bonucci ebenso auf der Anklagebank

Der prominenteste Angeklagte ist Juve-Star Leonardo Bonucci.

Ob auch der Nationalspieler einen Vergleich anstrebt, ist offen.

Dem Vize-Europameister droht eine Sperre von mindestens drei Jahren, weil er während seiner Zeit in Bari an einer Ergebnisabsprache in einem Spiel gegen Udine beteiligt gewesen sein soll.

dpa