Sonntag, 12. Februar 2012
31. Juli 2010
Obrist scheint auf Platz sieben abonniert zu sein - Foto: Giancarlo Colombo/Fidal © 2010 Obrist scheint auf Platz sieben abonniert zu sein - Foto: Giancarlo Colombo/Fidal Obrist scheint auf Platz sieben abonniert zu sein - Foto: Giancarlo Colombo/Fidal © 2010 Obrist scheint auf Platz sieben abonniert zu sein - Foto: Giancarlo Colombo/Fidal
Leichtathletik

Obrist im EM-Finale auf Platz sieben

Christian Obrist stand am gestrigen Freitag zum dritten Mal im EM-Finale über 1500 Meter und zum dritten Mal kam er auf Rang sieben. Diesmal fehlten ihm nur 34/100 zur Bronzemedaille.

Auf der Zielgeraden legte der 29-jährige Brixner einen tollen Endspurt hin, doch im Kampf um die Medaillen kam der Angriff etwas zu spät.

Schon zu Beginn des Endlaufs zeichnete sich ein taktisch geprägtes Rennen an. Das Feld absolvierte die ersten beiden Stadionrunden im Bummeltempo. Obrist lief am Ende des Feldes und vermied kräfteraubende Positionskämpfe.

Eingangs der Schlussrunde war er Neunter, 200 Meter vor dem Ziel bereits Siebter. Vorne zog der Spanier Arturo Casado auf und davon und gewann überlegen Gold in 3:42.74 Minuten.

Dahinter entwickelte sich ein spannender Kampf um Platz zwei, den etwas überraschend der Deutsche Carsten Schlangen für sich entschied.

Obrist konnte mit einem tollen Finale zu dieser Gruppe aufschließen, doch sein Angriff kam etwas zu spät. Am Ende fehlten dem Brixner nur 34/100 zur Bronzemedaille von Manuel Olmedo.

„Auch wenn der siebte Platz ein gutes Ergebnis ist, wurmt es mich, weil ich heute eine große Medaillenchance vergeben habe“, meinte Obsrist nach dem Lauf. „Ich hätte 160 Meter vor dem Ziel an Olmedo dranblieben müssen, stattdessen bin ich auf die Innenbahn zurück: Von dort musste ich wieder auf die vierte Bahn ausscheren und da habe ich die entscheidende Zeit verloren.“

Aber hinterher wisse man immer alles besser, so Obrist. „Mein Trainer Ruggero Grassi hat mir bestätigt, dass ich auf der Zielgeraden der Schnellste war, doch das hilft mir jetzt wenig. Aber ich habe mich heute super gefühlt. Das Rennen hätte nur 10 bis 15 Meter länger sein müssen. Mein Dank gilt meinem Trainer, der mich ausgezeichnet vorbereitet hat. Das werde ich jetzt beweisen, in dem ich bei einem der kommenden Meetings Bestzeit laufe."

„Der siebte Platz ist gut", sagt auch Trainer Grassi, „doch Christian hat heute die Chance seines Lebens verpasst. Eingangs der Zielgeraden hätte er besser positioniert sein müssen. Die letzten 100 Meter waren sehr gut."

Für die Südtiroler endet die EM mit Silber für Alex Schwazer im 20 Kilometer Gehen, dem 7. Platz von Obrist über 1500 Meter und dem Halbfinale von Lukas Rifesser über 800 Meter. Zuvor hatte Südtirol noch nie eine EM-Medaille gewonnen.




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