Nach Monaten heftiger Polemik kommt es zu einer Versöhnung zwischen Rom und Venedig im Duell um die Kandidatur für die Olympischen Sommerspiele 2020.
Gianni Alemanno, Bürgermeister Roms, und sein venezianischer Amtskollege Massimo Cacciari werden am Freitag gemeinsam dem Nationalen Olympischen Komitee (CONI) die Bewerbungen der jeweiligen Städte vorstellen.
Die Dossiers werden CONI-Präsident Gianni Petrucci übergeben. Das gilt als versöhnende Geste nach einem scharfen Streit zwischen den beiden Städten rund um die Olympia-Kandidatur.
In den vergangenen Wochen hatte der Bürgermeister Venedigs den CONI beschuldigt, Rom als Kandidat für die Austragung der Olympischen Spiele zu bevorzugen. „CONI wird die beiden Dossiers genau überprüfen, wir werden dem IOC die Kandidatur der Stadt vorlegen, die die größten Erfolgschancen hat“, sagte Petrucci.
„Italien hat wie die Konkurrenten Spanien, Japan und die Türkei 25 Prozent der Chancen, die Olympischen Spiele zu erhalten. Wir können jedenfalls sagen, dass Italien bei der Veranstaltung großer Events kompetent ist“, meinte Petrucci.
Rom hofft, nach 60 Jahren wieder zum Olympia-Schauplatz zu werden. Mit der Kandidatur für 2004 war die „Ewige Stadt“ an Athen gescheitert. „Die Bewerbung ist eine große Entwicklungschance für die Stadt. Es ist wichtig, dass politische Kräfte, Unternehmen und die Gesellschaft diese Kandidatur unterstützen“, erklärte der römische Bürgermeister Alemanno.
Kürzlich wurde das Dossier über die Finanzierung der Sportstätten veröffentlicht, die in der Hauptstadt für die Sommerspiele errichtet werden sollen. Private sollen die Kosten übernehmen. In das Projekt soll auch die vom Erdbeben im April zerstörte Abruzzen-Stadt L'Aquila eingebunden werden, in der Fußball- und Rugby-Matchs ausgetragen werden sollen.
apa
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