Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
03. Februar 2012
Didier Cuche ist in herausragender Form: In Chamonix ist er wieder der Gejagte. © 2012 APA/EPA Didier Cuche ist in herausragender Form: In Chamonix ist er wieder der Gejagte.
Wintersport

Chamonix-Abfahrt: Kröll siegt, Cuche Dritter

Der Steirer Klaus Kröll hat am Freitag die erste von zwei Weltcup-Abfahrten in Chamonix gewonnen. Der 31-Jährige triumphierte in einem wahren Hundertstelkrimi auf der Kandahar-Piste im Mont-Blanc-Massiv mit dem kleinstmöglichen Vorsprung vor dem US-Amerikaner Bode Miller (+0,01 Sek.).

Der 31-Jährige triumphierte in einem wahren Hundertstelkrimi auf der Kandahar-Piste im Mont-Blanc-Massiv mit dem kleinstmöglichen Vorsprung vor dem US-Amerikaner Bode Miller (+0,01 Sek.).

Kitzbühel- und Garmisch-Sieger Didier Cuche aus der Schweiz lag als Dritter nach 3.215 Metern nur vier hundertstel Sekunden hinter Kröll.

Kröll: „Das war ein brutales knappes Rennen“

 „Das war ein brutal knappes Rennen. Ich habe so geschwitzt im Ziel beim Warten, weil ich oben so schlecht gefahren bin. Die Genugtuung ist aber jetzt umso größer“, betonte Kröll nach dem insgesamt vierten Weltcup-Sieg seiner Karriere, dem dritten in der Abfahrt nach Kvitfjell 2009 und Wengen im Vorjahr.

Beim Abschwingen hatte der „Bulle aus Öblarn“ nicht damit gerechnet, dass er am Ende ganz oben auf dem Podest stehen würde.

„Der obere Teil war nicht fehlerfrei, da habe ich vor der Panoramakurve einen Schlag getroffen und bin dadurch weit von der Ideallinie weggekommen. Ich spüre jetzt deswegen auch das Kreuz, da ist mir was eingeschossen“, erklärte Kröll, warum er eigentlich nicht mehr mit dem Sieg gerechnet hatte.

Miller: „Viel Risiko dabei“

Miller fehlten im Ziel nach 3.215 Metern umgerechnet exakt 26 Zentimeter auf Kröll. „Das ist nicht mein Hang hier“, meinte der Ex-Weltmeister und Super-Kombinations-Olympiasieger.

„Vor allem oben habe ich viel Risiko genommen, um Zeit herauszuholen, weil ich gewusst habe, dass ich unten verlieren werde.“ Sein Vorsprung im oberen Teil auf Kröll betrug bereits 0,51 Sekunden.

„Da habe ich eigentlich schon gedacht, dass es mit dem Sieg wieder nichts wird“, sagte Kröll, der zuvor in diesem Winter schon dreimal – in Beaver Creek, Bormio und Kitzbühel – Abfahrtsdritter gewesen war.

Doch in der Folge büßte Miller, wie von ihm schon vor dem Start befürchtet, im unteren Teil, der schwere Gleiter wie das 95-kg-Kraftpaket Kröll bevorzugt, konstant ein und war deshalb am Ende mit nur einer Hundertstel Rückstand Zweiter.

Cuche: „Oben war es keine perfekte Fahrt“

Cuche, dem auch nur umgerechnet 1,04 Meter auf Kröll fehlten, vergab dagegen seinen dritten Abfahrtssieg en suite im technischen Teil.

„Oben war es keine perfekte Fahrt, und auch in der Mitte bin ich einmal nicht präzise genug gefahren, um viel Tempo ins Flache mitzunehmen“, erklärte der Führende im Spezial-Weltcup und freute sich bereits auf die Revanche am Samstag.

„Das Gute ist, dass man hier schon 24 Stunden später wieder angreifen und es besser machen kann.“

Paris auf Platz 14 - Innerhofer, Fill und Heel enttäuschen

Die Südtiroler mischten in keinster Weise in den vorderen Reihen mit: Der Ultner Dominik Paris holte mit Platz elf die beste Platzierung der "Azzurri", Siegmar Klotz wurde 24. Christof Innerhofer (31.), Peter Fill (32.) und Werner Heel (43.) schafften es nicht unter die besten 30.

stol




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