Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
09. Februar 2012
 Bode Miller © 2012 APA/AP Bode Miller
Wintersport

Miller: „Alle sehen gleich aus, keiner stürzt“

Bode Miller verspürt bei vermeintlich zu einfachen Abfahrtspisten immer weniger Lust am Skirennsport.

Nach dem zweiten Training zur Weltcup-Schussfahrt im russischen Krasnaja Poljana zeigte sich der streitbare Amerikaner frustriert und spielte zum wiederholten Mal mit Gedanken ans Aufhören.

„So nimmt man dem Sport das Herz“, klagte der 34-Jährige über die Olympia-Piste. „Wenn das so weitergeht, wird es schwierig für mich, mich zu motivieren. Dann werde ich etwas anderes tun.“

Bereits am Vortag hatte sich Miller beschwert, dass der im oberen Abschnitt sehr eng gesteckte Kurs im Alpin-Zentrum Rosa Chutor nur ein „epischer Super-G“ sei. Vom
Gelände hätte der Berg hingegen das Potenzial für „die beste Abfahrt, die ich je gesehen habe“.

Seinen Ärger nutzte der viermalige Weltmeister gleich für eine Generalabrechnung mit seinem Sport.

„Das Goldene Zeitalter geht zu Ende. Das Zeitalter, als Abfahrer sexy und 'bad-ass' waren und Party gemacht haben“, meinte Miller, „heute geht keiner mehr raus und es gibt kein Sozialleben neben den Rennen mehr. Heute fahren alle gleich, sehen gleich aus, keiner stürzt.“ Im zweiten, später abgebrochenen, Training für die Abfahrt am Samstag wurde er Vierter mit 1,25 Sekunden Rückstand auf den Österreicher Hannes Reichelt, der ein Tor ausließ.

dpa




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