Sonntag, 12. Februar 2012
22. Juli 2010
Trafen sich heute im Gadertal: Vertreter der FISI und die Weltcupveranstalter von Alta Badia. © 2010 Trafen sich heute im Gadertal: Vertreter der FISI und die Weltcupveranstalter von Alta Badia. Trafen sich heute im Gadertal: Vertreter der FISI und die Weltcupveranstalter von Alta Badia. © 2010 Trafen sich heute im Gadertal: Vertreter der FISI und die Weltcupveranstalter von Alta Badia.
Wintersport

Skiweltcup: Morzenti zu Aussprache im Gadertal

Die Führungsriege des italienischen Wintersportverbandes (FISI) und die Weltcupveranstaltern von Hochabtei (Alta Badia) haben sich heute zu einer Aussprache getroffen.

In dem Gespräch im Gadertal ging es um den Verbleib des Events ab 2011auf Südtiroler Boden.

Das Ergebnis des Treffens scheint positiv zu sein: Zwar werden die finanziellen Abgaben der Gadertaler Weltcupveranstalter an die FISI künftig höher sein; der Weltcup wird aber aller Voraussicht nach auch nach 2011 am Fuße der Dolomiten stattfinden.

Der Wintersportverband, der durch Präsident Giovanni Morzenti, die beiden Vize-Präsidenten Antonio Noris und Richard Weissensteiner, die Ausschussmitglieder Reinhard Schmalzl und Rainer Senoner, sowie den Präsidenten des Landesverbandes Hermann Ambach, vertreten war, unterstrich, dass man den Organisatoren die Rennen auf keinen Fall wegnehmen wolle.

Allerdings könne der Verband den Verbleib nur dann durchsetzen, wenn die Organisatoren bereit seien, höhere Abgaben zu leisten.

Ab 2011 wieder zwei Rennen in Hochabtei?

Morzenti stellte Alta Badia sogar wieder ein zweites Rennen in Aussicht.

Heuer wird auf der Gran Risa nämlich nur ein Riesentorlauf gefahren, doch ab 2011 soll auf der legendären Piste auch wieder ein Slalom ausgetragen werden.

„Wir möchten den Veranstaltern im Gadertal ein zweites Rennen geben. Allerdings wissen wir, dass die Weltcuprennen einen gewissen Wert für das Image der Austragungsorte haben. Und wir möchten, dass dieser Wert von den Organisatoren auch anerkannt wird. Wir sind uns bewusst, dass in Südtirol sehr professionell gearbeitet wird. Nun müssen die Organisatoren allerdings entscheiden, ob sie weitermachen möchten und bereit sind, den Verband finanziell zu unterstützen. Wir geben ihnen eine Veranstaltung mit einem gewissen Wert und wir möchten eine Gegenleistung dafür“, sagte Morzenti.

Budget von einer Million Euro

Das Organisationskomitee hatte zu diesem Treffen Vertreter der verschiedenen Vereine und Tourismus- und Wirtschaftsverbände eingeladen und sie um ihre Unterstützung gebeten. Schließlich gilt es, ein Budget von rund einer Million Euro aufzutreiben.

„Wir brauchen die Hilfe von allen, damit auch in Zukunft Weltcuprennen in Hochabtei stattfinden können. Schon heute ist die finanzielle Lage schwierig. In den vergangenen drei Jahren haben wir zum Beispiel keine Versicherung abgeschlossen. Sie würde 130.000 Euro verschlingen, das können wir uns aber nicht leisten“, sagte OK-Chef Marcello Varallo, der beim Treffen einige weitere interessante Zahlen vorlegte: So verfolgten alleine im Fernsehen 170 Millionen Zuschauer die Rennen im Gadertal.

Wirtschaftstreibende sagen Unterstützung zu

Die Talschaft scheint hinter den Weltcuprennen in Hochabtei zu stehen: Die Gemeindevertreter, die Tourismusverbände, die Gastwirte, Handwerker, Kaufleute, die Skischulen und Liftbetreiber haben heute ihre Unterstützung zugesagt.

Sie wollen ihre finanziellen Beiträge erhöhen, damit das Spektakel Weltcup auch künftig stattfinden kann.

An einem runden Tisch sollen diese Details nun geklärt werden. Bis zum 10. September soll FISI-Präsident Morzenti dann eine konkrete und bindende Antwort von Seiten der Organisatoren erhalten.




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