Die Spanier haben am Sonntag die “Marmotta Trophy” domininiert: Kilian Jornet Burgada gewann die Skitouren-Weltcupetappe bei den Männern, Mireia Mirò Varela bei den Frauen.
Die Athletinnen starteten pünktlich um 9 Uhr beim ehemaligen Hotel Paradiso in Hintermartell. Sie hatten eine 9,6 Kilometer lange Strecke mit einem Höhenunterschied von 1.347 Metern zu bewältigen.
Mireia Mirò Varela, zweifache Weltmeisterin und Führende in der Gesamtwertung, sowie Laetitia Roux aus Frankreich setzten sich gleich zu Beginn an die Spitze des Rennens.
Doch schon nach kurzer Zeit zeichnete sich der Sieg der 23-jährigen Spanierin ab.
Fast mühelos setzte sie sich vom Rest des Feldes ab und erreichte nach 1.31,27 Stunden als überlegene Siegerin das Ziel.
Die Französin konnte als Einzige einigermaßen mit der jungen Spanierin mithalten und lief mit einem Rückstand von 1.27 Minuten auf Rang zwei.
Nathalie Etzensperger (SUI) als Dritte hatte auf die Siegerin schon einen Rückstand von fast zehn Minuten. Beste des italienischen Teams war Francesca Martinelli auf Rang 4.
Männer
Die Herren mussten 1.757 Höhenmeter auf einer Distanz von 13,6 km bewältigen.
Nach der ersten Abfahrt ging es in den zweiten Anstieg und auch da schien es so, als könnte sich niemand absetzten.
Etwa auf der Hälfte des zweiten Anstieges gab es eine Trage-Passage, auf der die Teilnehmer die Skier abschnallen und auf dem Rucksack tragen mussten.
An dieser Stelle zogen die Favoriten erstmals das Tempo an, allen voran der Spanier Kilian Jornet Burgada. Schon nach kurzer Zeit vielen die Verfolger nach und nach zurück.
Burgada lag in Führung, gefolgt vom Franzosen William Bon Mardion und dem jungen Italiener Robert Antonioli. In dieser Reihenfolge ging es auch in die technisch schwierige Schlussabfahrt, auf der Mardion stürzte und sich leicht verletzte. Er konnte das Rennen nicht beenden.
So kam der junge Robert Antonioli aus der Valtellina zu einem überraschenden zweiten Platz, hinter Burgada und vor Marc Pinsach Rubirola, dem Zweiten des starken spanischen Teams, der auf Rang drei landete.
Der grippegeschwächte Ahrntaler Manfred Reichegger musste sich mit Platz acht begnügen.
Der bisher im Weltcup führende Schweizer Martin Anthamatten erwischte keinen guten Tag. Er wurde nur 17er und musste somit auch die Führung im Gesamtweltcup an Burgada übergeben.
Neben dem ISMF-Weltcup fand im Rahmen der "Marmotta Trophy" auch ein FISI-Rennen statt.
Bei den Männern setzte sich der Südtiroler Friedl Mair durch. Bei den Frauen war Elena Nicolini die Schnellste. Der Deutsche Philipp Reiter war klarer Sieger bei den Junioren und bei den Anwärtern ging Platz eins an Andrea Greco. In der Kategorie Masters siegte der erfahrene Franco Nicolini vor Lokalmatador Anton Steiner.
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