„Die Unstimmigkeiten beim FC Bayern sind wieder beigelegt“, heißt es in einer Pressemitteilung des deutschen Fußball-Rekordmeistes am heutigen Nachmittag in München.
„In einem sehr offenen, ausführlichen und konstruktiven Gespräch hat sich Nationalspieler Lahm für die Art und Weise seiner Aussagen und den eingeschlagenen Weg entschuldigt“, hieß es nach dem Treffen des „vorlauten“ Kickers mit der Bayern-Führung, „Philipp hat eingesehen, dass es besser gewesen wäre, mit seiner Meinung direkt den Weg zum Vorstand zu suchen.“
In dem Gespräch mit Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge, Geschäftsführer Karl Hopfner, Sportdirektor Christian Nerlinger und Uli Hoeneß sei Lahm aufgefordert worden, künftig seine Meinung im direkten Dialog mit den Verantwortlichen zu besprechen.
Die vom Vorstand ausgesprochene Geldstrafe (angeblich 50.000 Euro) habe Lahm akzeptiert. Für beide Seiten sei die Angelegenheit vom Wochenende damit erledigt.
Hoeneß wird an den Schlagzeilen wenig Freude gehabt haben, mit denen die Münchner Tageszeitungen am Montag den Aufstand des Nationalspielers betitelten. „Fliegt jetzt alles auseinander?“, fragte die Boulevardzeitung „tz“.
Die „Abendzeitung“ schrieb von einem „Bayern-Beben“, der „Münchner Merkur“ meinte, die Welt des FC Bayern sei „aus den Angeln“.
Ehemalige Bayern-Profis meldeten sich auch zu Wort. „Es ist wichtig, dass es Spieler gibt, die Verantwortung übernehmen. Es gehört zur Entwicklung eines Spielers dazu, dass er mal aneckt und Tacheles redet“, sagte Oliver Kahn via Video auf „Bild.de“.
Man merke, dass bei den Spielern und den Verantwortlichen Unzufriedenheit herrscht: „Da kocht es!“
Ex-Kapitän Stefan Effenberg kritisierte, dass Lahm den Weg über die Öffentlichkeit gesucht habe und prophezeite dem Verteidiger bei „stern.de“ eine schwere Zeit: „Das wird brutal für Lahm. Seine Leistung wird nach jedem Spiel geradezu seziert werden.“
dpa

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