Karl-Heinz Rummenigge hat im Streit um die Zukunft des deutschen Bundestrainers Joachim Löw den Deutschen Fußball-Bund (DFB) scharf kritisiert.
„Der DFB hat gravierende Fehler gemacht“, sagte der Vorstandschef des FC Bayern München am Montagabend in der Sendung „Blickpunkt Sport“.
„Er hat einen Handschlagvertrag verkündet, den es ja wohl so nicht gegeben hat. Vor allem aber, und das ist der größte Fehler, er hat Internes nach draußen getragen.“ Der DFB habe deshalb ein „Maulwurfproblem“, sagte Rummenigge.
DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte im vergangenen Dezember verkündet, mit Löw per Handschlag über eine Fortsetzung der Zusammenarbeit einig geworden zu sein. Diese Einigung dementierte Löw.
Nach den gescheiterten Verhandlungen in der Vorwoche sind die Fronten zwischen Löw und Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff auf der einen und der DFB-Spitze auf der anderen Seite verhärtet.
Für Unruhe hatte vier Monate vor der WM in Südafrika zusätzlich gesorgt, dass Verhandlungsdetails an die Öffentlichkeit gedrungen waren.
Nach Einschätzung Rummenigges ist eine Einigung mit Löw weiterhin möglich. Er empfahl dem DFB „dringend“, mit Löw eine Lösung zu finden: „Der Mann verdient Respekt und ein vernünftiges Vertragsangebot.“
Löw selbst hatte zuletzt offen gelassen, ob er weiterhin Interesse an einer Zusammenarbeit mit dem DFB über die WM hinaus hat.
dpa
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