Denise Karbon muss ihre Olympiahoffnungen nicht begraben. Die 29-Jährige erlitt bei ihrer Fahrt im zweiten Riesentorlauf-Durchgang von Aspen zwar die diagnostizierte Meniskusverletzung, ansonsten ist alles heil.
Denise Karbon hat schlimme Tage und Stunden hinter sich. Nach der Einlieferung ins Aspen Hospital am Samstag wurde sogar ein Kreuzbandriss im rechten Knie befürchtet. Diese Diagnose bewahrheitete sich nicht, wie die gestrige Arthroskopie im Brixner Krankenhaus ergab.
Dort wurde Karbon unmittelbar nach ihrer Rückkehr aus den USA via Flughafen Zürich von ihrem Vertrauensarzt Dr. Franz Erschbaumer untersucht und dann unter Vollnarkose operiert. Erschbaumer entfernte während des rund einstündigen Eingriffs mehrere beschädigte Teile des Innen- und Außenmeniskus, konnte aber noch einige „gesunde“ Teile des Meniskus als „Dämpfer“ retten.
„Hätte man den Meniskus nur geflickt, dann wäre die Gefahr groß gewesen, dass er irgendwann wieder reißt. Zudem hätte dies eine Pause von mehreren Monaten zur Folge gehabt“, erklärte Vater Arnold Karbon.
Schon heute kann die Riesentorlauf-Weltcupsiegerin von 2008 mit der Rehabilitation beginnen, die sie unter der Leitung ihres langjährigen Physiotherapeuten Roberto Pellicini in Bozen machen wird. Wann sie wieder auf Skiern stehen kann, steht (noch) in den Sternen. Realistisch sind laut Aussagen der Ärzte fünf, sechs Wochen Pause. Das würde bedeuten, dass sie in Åre (12. Dezember) und in Lienz (28. Dezember) sicher fehlen wird.
Die weiteren Weltcup-Riesentorläufe vor Olympia stehen in Maribor/Marburg (16. Jänner) und in Cortina d'Ampezzo (24. Jänner) auf dem Programm, der olympische Riesentorlauf steht am Mittwoch, 24. Februar, auf dem Programm.
Viel wichtiger aber, als über Skirennen zu spekulieren, ist derzeit der Heilungsverlauf in den nächsten Tagen und Wochen.
d/av
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