Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
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10. Februar 2012
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Wirtschaft

Arbeitslosigkeit von Jugendlichen in Südtirol über Durchschnitt

Die prekäre Beschäftigung sei auf einen geringen Prozentsatz beschränkt, die Situation sei lange nicht so dramatisch wie in letzter Zeit dargestellt: Dieses Résumé zog Helmuth Sinn, Direktor der Landesabteilung Arbeit, während einer Pressekonferenz am Freitag zur Arbeitsmarktsituation der Jugendlichen in Südtirol.

Allerdings ist die Jugendarbeitslosigkeit in Südtirol im Schnitt doppelt so hoch wie die allgemeine Arbeitslosigkeit.

In Südtirol leben etwa 85.000 junge Menschen zwischen 15 und 29 Jahren, von denen 47.000 zu den Erwerbspersonen zählen, 3.000 davon als Auszubildende.

32.000 besuchen eine Schule oder Universität, und weitere 5.000 sind weder an einer Schule oder Hochschule eingeschrieben noch arbeiten sie oder suchen nach Arbeit; dazu gehören etwa junge Mütter und Hausfrauen.

Das Verhältnis von Studierenden, Arbeitenden und anderen unterscheidet sich deutlich je nach Altersgruppe: Bei den Unter-20-Jährigen überwiegen Schulbesuch und Ausbildung; von den 20- bis 24-Jährigen sind bereits mehr als die Hälfte berufstätig, ein Großteil der anderen studiert an einer Universität. Bei den 25- bis 29-Jährigen hingegen überwiegt die Berufstätigkeit.

1.000 Männer und 4.000 Frauen ohne Arbeit

Die Zahl der Arbeitslosen ist in Südtirol laut Studie der Landesabteilung Arbeit sehr gering.

1.000 Männer und 4.000 Frauen scheinen als ohne Arbeit auf, von den Frauen haben rund die Hälfte mindestens ein Kind.

Die friktionelle oder Such-Arbeitslosigkeit stelle ein typisches Phänomen der ersten Arbeitsjahre dar.

Befristete Arbeitsverträge

Die befristeten Arbeitsverträge, erklärte der Abteilungsdirektor, seien vor allem im öffentlichen Dienst bei jenen zu finden, die als Mutterschaftsersatz arbeiten.

Man könnte, einen Stellenpool mit Springern schaffen, um diesen Anteil an zeitlich befristeten Verträgen abzubauen, so Sinn.

Zudem finden sich befristete Arbeitsverträge bei den Saisonkräften im Hotel- und Gastwirtschaftsbereich.

570 Personen leisten Leiharbeit

Mit prekärsten Arbeitsverhältnissen wie Leiharbeit oder Arbeit auf Abruf leben 570 Personen. Insgesamt, so das Fazit der Studie, stellt sich die Situation in Südtirol als „sehr positiv" dar: Die prekäre Beschäftigung ist auf kleine Zahlen beschränkt, die Situation sei deshalb lange nicht so dramatisch wie in letzter Zeit dargestellt.




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