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04. Oktober 2011
Finanzminister Tremonti und Ministerpräsident Berlusconi © 2011 LaPresse Finanzminister Tremonti und Ministerpräsident Berlusconi
Wirtschaft

Auch Moody's senkt Bewertung für Italiens Staatsanleihen

Die Ratingagentur Moody's hat ihre Bewertung für italienische Staatsanleihen zurückgestuft.

Die Einstufung werde von „Aa2“ auf „A2“ gesenkt bei einem negativen Ausblick, teilte die Ratingagentur am Dienstagabend mit. Ihre kurzfristige Bewertung von „Prime-1“ behielt Moody's bei.

In der derzeitigen Schuldenkrise hätten sich für hoch verschuldete Euroländer wie Italien die Refinanzierungsrisiken verschärft, begründete die Agentur den Schritt.

Das Vertrauen der Märkte sei erschüttert und die italienische Wirtschaft stehe vor großen strukturellen Herausforderungen.

Das Risiko, dass Italien seine Haushaltsziele nicht erreichen kann, sei gestiegen und die staatlichen Reformbemühungen hätten gerade erst begonnen. Moody's hatte das Rating im Juni auf die Überprüfungsliste gesetzt.

Ministerpräsident Silvio Berlusconi erklärte, die Herabstufung sei erwartet worden. Die Regierung arbeite daran, die von der EU-Kommission abgesegneten Budgetziele zu erreichen.

Ende September hatte S&P die Kreditwürdigkeit Italiens um eine Note auf „A“ heruntergestuft. Die drittgrößte Volkswirtschaft der Eurozone sitzt auf einem Schuldenberg von rund 1,9 Billionen Euro.

Das entspricht 120 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung – daran gemessen ist nur Griechenland in der Euro-Zone höher verschuldet.

Für dieses Jahr erwartet die Regierung in Rom ein Defizit von 3,8 Prozent des Bruttoinlandsprodukts, 2012 soll die Neuverschuldung auf 1,4 Prozent fallen. 2013 wird ein ausgeglichener Etat angepeilt.

Die enormen Schulden haben Italien ins Visier der Finanzmärkte gerückt: Das Land muss Anlegern historisch hohe Zinsen zahlen.

dpa




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