Montag, 13. Februar 2012
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09. März 2010
Agrarlandesrat Hans Berger - Foto: LPA © 2010 Agrarlandesrat Hans Berger - Foto: LPA Agrarlandesrat Hans Berger - Foto: LPA © 2010 Agrarlandesrat Hans Berger - Foto: LPA
Wirtschaft

Berger in Brüssel: Ausbau der Ausgleichszulage, schrumpfendes Agrarbudget?

Grenzüberschreitende Lobbyarbeit für die Berglandwirtschaft hat Agrarlandesrat Hans Berger mit seinen Amtskollegen aus Tirol und Vorarlberg am Dienstag in Brüssel betrieben.

Dabei hat er vor allem die Unterstützung der Milchwirtschaft angeregt und die Beibehaltung der Ausgleichszulage im Berggebiet gefordert.

Wichtigster Gesprächspartner von Berger, seinen Amtskollegen Anton Steixner (Tirol) und Erich Schwärzler (Vorarlberg) sowie Spitzenbeamten aus dem Trentino war Georg Häusler, Kabinettchef von Agrarkommissar Dacian Ciolos.

"Als Sohn eines Tiroler Bergbauern muss man Häusler nicht lange erklären, was die Besonderheiten der Berglandwirtschaft sind", freute sich Berger.

Entsprechend habe man dem Kabinettchef eine Liste an Wünschen und Forderungen vorgelegt - allen voran jene nach einer Beibehaltung der Ausgleichszulagen sowie nach einem Unterstützungs-Programm für die Milchwirtschaft.

„Zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik soll ausgebaut werden“

"Häusler hat heute anklingen lassen, dass die zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik, in die auch die Ausgleichszulage für erschwerte Produktionsbedingungen und die Umweltmaßnahmen fallen - in jedem Fall auch nach 2014 beibehalten, ja noch ausgebaut werden soll", erklärte der Landesrat.

Zudem soll auch eine Reihe von Vereinfachungen und Differenzierungen Eingang in die EU-Agrarpolitik finden. "So denkt man an dreigeteilte Wettbewerbsbestimmungen anstatt der bisher einheitlichen, und zwar je nachdem, ob ein Produkt für den globalen, den nationalen oder den lokalen Markt bestimmt ist", so Berger.

Agrarbudget: Berger warnt vor zu viel Zuversicht

Problematisch könnte die Höhe des Agrarbudgets werden. "Es wird wohl als Erfolg zu werten sein, wenn das Budget auf dem jetzigen Stand gehalten werden kann, obwohl sich die Anzahl der landwirtschaftlichen Betriebe mit der Erweiterung der EU verdoppelt hat", betonte der Landesrat.

Berger schlägt Unterstützungsprogramm für die Milchwirtschaft vor

Berger hat auch die Idee eines Unterstützungs-Programms für die Milchwirtschaft im Berggebiet vorgebracht. "Hier haben wir mit Deutschland einen starken Fürsprecher und ich hatte den Eindruck, dass der Vorschlag interessiert aufgenommen worden ist", so Berger.

Erfreuliches gab's von der Gentechnik-Front. "Häusler hat uns heute versichert, dass es der EU mit der Ankündigung von Josè Manuel Barroso ernst sei, die Entscheidung über die Zulassung oder das Verbot der Aussaat gentechnisch veränderter Organismen den Staaten zu überlassen", erklärt der Landesrat, der ergänzt: "Damit hat er uns allen aus der Seele gesprochen." Schließlich wurde heute in Brüssel angekündigt, dass in Zukunft die Klima- in die Agrarpolitik einbezogen werde. "Es wird wohl so sein, dass in der Produktion auch Klimaschutzstandards einzuhalten sein werden", so Berger abschließend.




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