Die Abschwächung der Wirtschaft in Europa schlägt sich auch voll in der am Donnerstag von EU-Währungskommissar Olli Rehn präsentierten Zwischenprognose der Konjunktur für das laufende Jahr nieder.
Rehn spricht im EU-Schnitt von einer „milden Rezession“. Die EU-Kommission geht für die Euro-Zone von einem Minuswachstum von 0,3 Prozent für 2012 aus, in der Herbstprognose vergangenen Jahres war noch ein Anstieg von 0,5 Prozent vorausgesagt worden.
Für die gesamte EU-27 prophezeit die Kommission einen Stillstand. Statt des im Herbst angenommenen Plus von 0,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) bleibt die Lage mit 0,0 Prozent nun unverändert.
Das italienische Bruttoinlandsprodukt wird heuer laut der EU-Kommission um 1,3 Prozent schrumpfen. Im Herbst 2011 war sie noch von einem minimalen Wachstum von 0,1 Prozent ausgegangen. Schlechter als Italien schneiden nur Portugal (- 3,3 Prozent) und Griechenland (- 4,4 Prozent) ab.
2011 ist das italienische Bruttoinlandsprodukt um 0,2 Prozent gewachsen.