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09. Februar 2010
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Wirtschaft

Durst auf Coca-Cola ungestillt

Der weltgrößte Erfrischungsgetränke-Hersteller Coca-Cola ist wieder auf Erfolgskurs. Vor allem der wachsende Durst von Chinesen und Indern auf die koffeinhaltige Brause beflügelte im Schlussquartal das Geschäft.

„Wir haben die richtigen Zutaten für Wachstum selbst unter schwierigen wirtschaftlichen Bedingungen“, sagte Konzernchef Muhtar Kent am Dienstag in Atlanta.

Der Gewinn stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 55 Prozent auf 1,5 Milliarden Dollar. Der große Sprung gelang vor allem dadurch, dass Coca-Cola mit seinen Tochterfirmen wieder Geld verdient statt welches zu verlieren. Die Börsianer waren angetan: Die Aktie verteuerte sich vorbörslich um fast 2 Prozent.

Der Umsatz legte im Schlussquartal um 5 Prozent auf 7,5 Milliarden Dollar zu. Vor allem Asiaten und Lateinamerikaner kamen auf den Geschmack. Deutsche, Franzosen, Briten und Italiener hielten der Brause die Treue. Dagegen griffen Nordamerikaner eher seltener zur Cola-Flasche.

Coca-Cola habe Marktanteile gewonnen, sagte Konzernchef Kent. Er hat ehrgeizige Wachstumspläne. Bis zum Jahr 2020 soll Coca-Cola mehr als doppelt so viele Getränke verkaufen und damit in jedem wichtigen Marktsegment die Nummer eins werden. Dabei will der Konzern am einzelnen Getränk auch noch mehr verdienen als derzeit.

Die Wirtschaftskrise hatte diesen Plan zuletzt gefährdet. Im Gesamtjahr musste Coca-Cola einen leichten Umsatzrückgang auf 31,0 Milliarden Dollar hinnehmen, konnte den Gewinn aber dank des guten Laufs am Jahresende auf 6,8 Milliarden steigern.

Hauptrivale Pepsi hatte sich noch im Sommer besser geschlagen. Beide Konzerne hatten in der Krise die Kosten gesenkt. Pepsi legt seine neuesten Zahlen an diesem Donnerstag (11. Februar) vor.

Die Herausforderung für die Getränkeriesen ist die älter werdende Kundschaft. Coca-Cola probiert derzeit neue Rezepte aus, um auch die Geschmäcker der Senioren zu treffen. Längst hat der Konzern neben dem koffeinhaltigen Klassiker eine ganze Palette an Getränken im Angebot. Die Sorten summieren sich auf weltweit 3000. Seit dem Jahr 2006 gehört auch die traditionsreiche deutsche Wassermarke Apollinaris zu Coca-Cola.

dpa

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