Sonntag, 12. Februar 2012
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12. März 2010
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Wirtschaft

EU-Währungskommissar sieht EU wegen Griechenland am Wendepunkt

Die Europäische Union (EU) steht wegen der Griechenland-Krise nach Einschätzung von EU-Währungskommissar Olli Rehn an einem Wendepunkt.

„Wenn Griechenland zusammenbricht und die Europäische Union das nicht verhindert, werden wir ernsthaft und langfristig unsere internationale Glaubwürdigkeit verlieren“, sagte Rehn der „Süddeutschen Zeitung“ (Samstagausgabe).

Die Währungsunion sei „das entscheidende politische Projekt der Europäischen Union“. Am Umgang mit dem größten Schuldner der Währungsunion werde sich entscheiden, ob die Staaten zu einem engeren politischen Zusammenrücken bereit seien, sagte er laut Vorabbericht. „Griechenland ist unsere direkte Herausforderung.“

Rehn unterstützt die Anregung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble, einen Europäischen Währungsfonds (EWF) zu gründen, der in „unvermeidbaren Notfällen“ hoch verschuldeten Euro-Ländern unter strengen Auflagen helfen soll.

Der Minister habe seinen EU-Amtskollegen am Mittwoch konkretisierte Vorschläge zugeleitet, sagte der Währungskommissar. Anders als Schäuble will Rehn den EWF jedoch nicht bei der Eurogruppe ansiedeln, sondern in der EU-Kommission. Potenzielle Sünder dürften nicht über aktuelle Sünder richten, begründete er seine Haltung.

apa/reuters




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