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Artikel vom 02. August 2012

EZB-Chef: Greifen nicht sofort ein

EZB-Chef Mario Draghi will den Rettungsfonds EFSF bei möglichen Anleihekäufen mit im Boot haben.

Mario Draghi

Mario Draghi - Foto: APA/EPA

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„Die hohen Risikoprämien für einige Staatsanleihen sind nicht akzeptabel“, sagte der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) am Donnerstag auf der Pressekonferenz im Anschluss an den Zinsentscheid in Frankfurt.

Draghi kündigte an, dass die EZB möglicherweise wieder Anleihen kaufen könnte, nahm jedoch auch die Regierungen in die Pflicht. Der Rettungsfonds EFSF müsse aktiviert werden, um dem Problem der hohen Renditen zu begegnen.

Ein sofortiges Eingreifen der EZB an den Anleihemärkten schloss Draghi aus. Details würden erst in den kommenden Wochen beschlossen.

Damit könnte sich wie bereits im Vorfeld von vielen Experten vermutet eine Kombi-Lösung abzeichnen, bei der sowohl EZB als auch Rettungsfonds an den Anleihemärkten intervenieren.

Draghi nannte am Donnerstag keine Obergrenze für den Kauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank.

Es gehe darum, die Preisstabilität zu gewährleisten. Ob ein Staatsanleihen-Kauf „unbegrenzt ist, ich weiß es nicht“.

“Deutschland reserviert“

Draghi verwies auf seine jüngsten Aussagen, wonach die Maßnahmen ausreichend sein müssten, um die Ziele zu erreichen.

Jedenfalls herrsche völlige Einigkeit darüber, dass die Stabilität des Euro gesichert werden müsse.

Draghi gab zu, dass das deutsche EZB-Mitglied Jens Weidmann von der Bundesbank gegenüber dem Anleihenkauf „reserviert“ sei.

Die Notenbank werde sich auf das kurze Ende der Renditekurve konzentrieren, sagte Draghi.

Der EZB-Chef sagte zudem, dass der bevorzugte Gläubigerstatus, den die EZB bei Markteingriffen genießt, geklärt werden müsse.

Viele Investoren schreckt ab, dass die Notenbank bei Umschuldungen wie in Griechenland vorrangig behandelt wird.

Reaktion der Börsen

Die Finanzmärkte reagierten enttäuscht, der Euro fiel auf ein Tagestief unter die Marke von 1,22 US-Dollar. Die zehnjährige Rendite für italienische Staatsanleihen kletterte zurück über die Schwelle von sechs Prozent.

Nach volatilem Verlauf rutschten die europäischen Aktienmärkte am frühen Donnerstagnachmittag während der Pressekonferenz von Draghi recht klar ins Minus ab. So verlor der deutsche Leitindex DAX 1,5 Prozent.

Der Euro-Stoxx-50 notierte gegen 15.00 Uhr um 1,7 Prozent schwächer. In Wien rutschte das heimische Börsenbarometer ATX um 1,2 Prozent ab.

“Markt wollte etwas anderes hören“

Einem Börsianer in Frankfurt zufolge enttäuschte EZB-Präsident Draghi vor allem mit seinen Andeutungen zum Timing zusätzlicher Maßnahmen der Notenbanker. „Nach der starken Erholungsrally seit Mitte vergangener Woche wollte der Markt etwas anderes hören, als dass in den kommenden Wochen die Modalitäten festgelegt werden sollen“, sagte er.

apa/dpa

Skeptiker2011

02.08.2012 19:04

Also ist die europäische Politik doch unfähig eine Einheit zu präsentieren, vielleicht ist es doch besser der Euro verschwindet denn so bringt er gar nichts und eine Lösung ist auch auf lange Zeit in Sicht. Jaja, die Politiker allesam, ja genau allesamt unfähig aber riesige Gehälter einstecken. Politik gehört eigentlich verboten.

gamsbart62

02.08.2012 19:00

Diese üble Sorte von Leuten wird sich nie schämen.Sie nehmen uns für sich das Letzte und prahlen sich um angebliche Leistungen die sie für uns erbringen. Aber trotzdem, Menschen mit Anstand würden sich schämen sich nur unter der Sonne aufzuhalten!!!

withoutatrac3

02.08.2012 18:14

Habt Ihr heute einen Blick in den ERKER geworfen? Schaut Euch mal die Politikergehälter an! Schämt Euch Ihr Ver*****!

Wir gehen hier langsam alle vor die Hunde und Ihr verdient 25.000€ im Monat und wir arbeiten härter als Ihr und werden für all unsere Fehler belangt!

kitty1

02.08.2012 16:59

@keinschoenerland...... da hast du recht, aber unsere sind auch nicht viel besser.

keinschoenerland

02.08.2012 16:14

@kitty1
nein, gibts nicht.

und dragh verkörpert wohl auch solch typischte tugenden italienischer politik ... viel heiße luft und nix dahinter.

kitty1

02.08.2012 15:24

War´s das? Und was jetzt....? Ich glaube es gibt kein Heilmittel!

6 Kommentare