Energiepreise treiben Inflation in die Höhe - Jährliche Teuerungsrate steigt in Bozen auf 2,4 Prozent
Die Inflation hat europaweit und auch in Südtirol im Juli wieder angezogen. Auf europäischer Ebene kletterte sie sogar auf den höchsten Stand seit mehr als eineinhalb Jahren.
In Bozen betrug die jährliche Teuerungsrate im Juli 2,4 Prozent, im Juni waren es noch 2,2 Prozent gewesen.
Die größten Preissteigerungen gegenüber Juli 2009 ermittelte das Statistikamt der Gemeinde Bozen im Bereich Wohnung, Wasser, Energie und Brennstoffe.
So wurde beispielsweise bei den Flüssigbrennstoffen eine Preissteigerung von 13,6 Prozent, und bei den Kondominiumsspesen von 12,5 Prozent registriert. Aber auch die Preise für Treibstoffe legten deutlich zu (Diesel 14,9 Prozent, Benzin 9,3 Prozent).
Lediglich in den Bereichen Nachrichtenübermittlung und Lebensmittel schrumpften die Preise im Vergleich zum Vorjahr, wie aus der Erhebung hervorgeht.
Damit bleibt die Inflation hierzulande deutlich über dem europäischen und italienischen Niveau – auch wenn auch dort die Teuerungsraten zuletzt angestiegen sind. So wurde im italienischen Schnitt heuer im Juli eine jährliche Inflationsrate von 1,7 Prozent gemessen – nach 1,3 Prozent im Juni, wie das italienische Statistikamt Istat in einer ersten Schätzung bekannt gab.
Das ist der höchste Wert seit dem Dezember 2008. Der Grund auch hier: vor allem die gestiegenen Preise für Energieprodukte.
In den 16 Euro-Ländern kletterte die Inflationsrate indes auf den höchsten Stand seit November 2008: So betrug die jährliche Teuerungsrate europaweit im Juli 1,7 Prozent – im Juni hatte sie noch bei 1,4 Prozent gelegen, wie die europäische Statistikbehörde Eurostat gestern mitteilte.
Die Europäische Zentralbank (EZB) spricht bei einer Inflation von bis zu zwei Prozent von Preisstabilität.