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08. Dezember 2010
Franz Pichler, Obmann des Konsortiums Handwerkerzone Welschnofen © 2010 Franz Pichler, Obmann des Konsortiums Handwerkerzone Welschnofen Franz Pichler, Obmann des Konsortiums Handwerkerzone Welschnofen © 2010 Franz Pichler, Obmann des Konsortiums Handwerkerzone Welschnofen
Wirtschaft

Erster Südtiroler Bauherrenpreis geht an Handwerkerzone Welschnofen

Die Handwerkerzone Welschnofen ist am Dienstag in der Bozner Handelskammer mit dem ersten Südtiroler Bauherrenpreis für gute Architektur in Gewerbegebieten ausgezeichnet worden.

Der Preis wird von der Stiftung der Kammer der Architekten in Zusammenarbeit mit der Standortagentur Business Location Südtirol (BLS) vergeben.

Die Handwerkerzone Welschnofen hat für die Jury von allen eingereichten Projekten das beste Gesamtkonzept eines architektonischen Ensembles, bei dem auch eine entsprechende Einbettung in die umgebende Landschaft erfolgt sei.

Laut der Jury ist es gelungen, “ein innovatives Gesamtkonzept zu erstellen, da ökologische, gestalterische und wirtschaftliche Aspekte ausgewogen und gleichberechtigt umgesetzt wurden.”

Prämiert wurden die Gemeindeverwalter, das Konsortium Handwerkerzone Welschnofen und die Bauherren, die “mit weitsichtigem Blick gemeinsam die Probleme dieser Zone gelöst und einen neuen lebenswerten Dorfteil geschaffen haben, der die umgebende Landschaft und Siedlungsstruktur aufnimmt”, so die Jury.

Auf dem zweiten Rang positionierten sich ex aequo gleich drei interessante Objekte.

Das neue Bürogebäude der Firma Bart Innenausbau in Brixen ähnle einer „Skulptur“ und habe hohen Wiedererkennungswert, befand die Jury. Es könne jedoch auch ein Ausstellungspavillon sein, da es als „Solitär“ wirke.

Der Firmensitz der Beleuchtungsfirma Ewo aus Kurtatsch ist als Einheit von Produktion und Verwaltung geplant worden – und das laut Jury sehr stimmig. Das als "Scheinwerfer" konzipierte Verwaltungsgebäude hebe sich dabei deutlich von den Produktionshallen mit seinen Wänden aus Profilglas ab.

Beim Verwaltungsgebäude von Holz & ko aus Deutschnofen lobte die Jury besonders die großen Bemühungen der Bauherren, diesen Bau nach Kriterien der Nachhaltigkeit umzusetzen.

„Der Holzverarbeitungsbetrieb hat ein bestehendes Gebäude aus Mauerwerk architektonisch erneuert und durch einen neuen Zubau aus Holz erweitert. Priorität hatte bei der Planung die Schaffung eines nachhaltigen Gebäudes, was bei der Umsetzung vorbildlich gelungen ist“, heißt es in der Begründung der Jury.

Luigi Scolari, Präsident der Stiftung der Kammer der Architekten, appellierte an das Verantwortungsgefühl aller Bauherren: “Architektur sollte als Akt der Verantwortung gegenüber einem Land und seinen Bewohnern verstanden und innerhalb eines gesamten Siedlungssystems bewertet werden. Die von uns ausgewählten Projekte haben sich mehr als andere dadurch hervorgetan, dass es ihnen gelungen ist, jene qualitativen Kriterien zu berücksichtigen, mit deren Hilfe Architektur eine nachhaltige Wandlung des Landes bewirken kann.“

“Durch diese Initiative ist es uns gelungen, verstärkt Aufmerksamkeit auf die Architektur in Gewerbegebieten zu lenken und Sensibilität für gute Architektur zu schaffen”, ist Ulrich Stofner, der Direktor von BLS, überzeugt.

„Prämiert wurden jene Projekte, die besonders nachhaltig sind und sich gut in die Landschaft einfügen, also eine moderne und effiziente Architektur verkörpern, die sich an den Bedürfnissen der Unternehmer, Arbeitnehmer und der Umwelt orientiert.“




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