Als "beleidigend und in höchstem Maße unqualifiziert" bezeichnet der Hoteliers- und Gastwirteverband (HGV) die Äußerungen des CISL-Sekretärs Giorgio Santini, dass die Landesregierung angesichts knapper Haushaltskassen zuerst bei den Fördergeldern für den Tourismus kürzen solle.
„Wir dürfen dem Herrn von der CISL sagen, dass er sich zuerst informieren soll, bevor er eine ganze Kategorie angreift. Fakt ist, dass die Gastgewerbetreibenden seit dem 1. Januar dieses Jahres keine neuen Fördergesuche mehr einreichen können. Und Fakt ist auch, dass viele andere Sektoren wesentlich mehr öffentliche Gelder erhalten als der Tourismus, dessen Anteil am gesamten Landeshaushalt nur 0,7 Prozent beträgt“, bezieht HGV-Präsident Walter Meister Stellung.
Der Tourismus sei eine tragende Säule der heimischen Wirtschaft und einer der wenigen Sektoren, der in den letzten Jahren weitere Arbeitsplätze zur Verfügung gestellt habe.
„Diese Leistung soll endlich auch von den Gewerkschaften anerkannt werden“, schreibt der HGV in einer Presseaussendung.
Sollte die Landesregierung gezwungen sein, die Haushaltsmittel für das kommende Jahr zu kürzen, dann solle man bei den großen Ausgabekapiteln beginnen.
Der Tourismus, der tagtäglich im weltweiten Wettbewerb stehe, brauche weiterhin die öffentliche Förderung.
„Schließlich generiert jeder einzelne Euro an Förderungen wieder Aufträge an die heimische Wirtschaft und sichert so Arbeitsplätze“, unterstreicht HGV-Präsident Walter Meister.