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Artikel vom 15. August 2012

Jugend ohne Arbeit und Studium: Im Süden um 40%, im Norden um 10%

Ohne Job und ohne Studium: Im Stiefelstaat betrifft dies rund 15 Prozent der Jugendlichen. Italienweit gibt es dabei ein starkes Nord-Süd-Gefälle. Und auf europäischer Ebene kommt die italienische Halbinsel immer weiter ins Hintertreffen.

Arbeiter, Bauarbeiter, Arbeit
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In der Provinz Bozen arbeiten oder studieren sieben Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren nicht.

In der Provinz Caltanissetta auf Sizilien kommen die Jugendlichen, die ihre Zeit weder mit Arbeit noch mit Studium verbringen, auf 43,6 Prozent.

Neapel verbucht rund 40 Prozent, Palermo kommt auf rund 37 Prozent. Parma, Udine und Bergamo bewegen sich um die neun Prozent.

Es ist ein Italien der Unterschiede, das die Studie des italienischen Handwerkerverbandes Confartigianato zur Situation der Jugendlichen auf dem Arbeitsmarkt zeichnet. Ausschnitte davon hat die italienische Tageszeitung „Corriere della Sera“ am Mittwoch online veröffentlicht.

„Wir hätten 2,5 Millionen Arbeiter unter 30 mehr“

Im europäischen Vergleich ergeben sich mit diesen Zahlen frappierende Unterschiede zu Europas „Musterstaaten“.

Während in Deutschland rund 7,5 Prozent der Jugendlichen zwischen 15 und 24 Jahren nicht arbeitet und nicht studiert, ist es im Stiefelstaat genau der doppelte Prozentsatz.

Somit arbeiten und studieren rund 1.425.000 junge Italiener nicht, im Vergleich zu 809.000 Deutschen.

„Würde der italienische Markt dieselben Zahlen wie der deutsche Arbeitsmarkt aufweisen, hätten wir 2.262.000 Arbeiter unter 30 Jahren mehr“, schließt die Untersuchung des Confartigianato.

stol

schungach

16.08.2012 12:57

Nit lei das mit 14 johr die rentne inzohlt gwordn isch man hot a kennt wenn man 18 isch gwesn a auto kafn wenn man a pissl gsport hot und man hot a geld kop in die somstige a auszugian und nit fa die eltern a geld leichn hom gmiast die wirtschoft hot man schun a ounkurbelt!!! I tat sogn aendert des system so schnell wie moeglich und giamer wieder a mol an schritt zrug so wie es frueher war!!!

federleser

16.08.2012 09:02

Ja wir durften mit 14 arbeiten gehen. Und das war gut so. Auch die, welche eine Oberschule besuchten oder studierten gingen zumindest einen Sommerjob nach. Das gute daran war, dass ein junger Mensch alle Vor-und "Nachteile" des Arbeitengehens erleben durfte. Während der Sommerjobs konnte man in viele Sparten des Beruflebens hineinschnuppern und man konnte solangsam erahnen, für welche Arbeit man geeignet ist und mit welcher man absolut nicht sein TAggeld verdienen möchte. Nebenbei wurde schon mit 14 Jahren Beiträge für die Rente einbezahlt. Heute wird bis 19 zur Schule gegangen oder bis Mitte 20 studiert, ohne jemals viel gearbeitet zu haben. Viele wissen auch nach diesen Abschlüssen nicht recht was sie tun möchten. Meine Meinung ist, dass man Arbeiten in jungen Jahren lernen muss und nicht erst mit 20 oder 30. Was HÄnschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr. Leider ist hier aber das ganze System Schuld und nicht die Jugendlichen!

schungach

16.08.2012 08:34

Schickmer die jungen frisch bis 20 in die schual nor kennen si jo sem nor ounfongen a lear zu mochn... Es hot niamand fa ins gschodet das man schun mit 14 hot kennt ounfongen zu orbetn man isch zufriedn gwesn mitn luan und man hot a freid kop mitn geld. Heit terf jo kuaner gscheid eppes tian bis er nit 16 isch und nor gian sie frisch schul bis 18 und dann solln sie nou a hondwerk lernen gian und mit an grunluan fa 600 ounfongen??? I glab sell konns nit sein und die wianigsten jugendliche tian sel und hom a freid drzua. Snaegste isch jo heint soll uander der ounfong eppes zu learn ols schun kennen und sou schnel sein wia a normaler orbeter weil sell weart fan kunden verlong oder es hoast glei wos tuasch mit denn der konn jo nix jo sou isch inserer situation TRAURIG ober wohr

reality

16.08.2012 01:12

@Stelly
Du hast es richtig erkannt.. Einfach nicht mehr wählen gehen...egal ob Landes-Staats oder Eu-Wahlen. der Gedanke des Kollektivismus, die Idee, dass eine Minderheit im Namen der Mehrheit über die Gesamtheit herrschen darf.

Die Schafe sind diejenigen, die alle vier Jahre ein Kreuz in einen Kreis machen und das System am Leben halten.

Stelly

15.08.2012 20:20

Man sollte als Volk etwas tun. Einfach nicht mehr wählen gehen... besser wär etwas trinken gehen, hat man wenigstens aus seiner Zeit etwas ordentliches gegönnt.

withoutatrac3

15.08.2012 19:19

Sie wurden gewählt, weil man Sie wählen muss, da man sonst einige Previlegien im öffentlichen Dienst verliert...

Müsste man Sie nicht wählen, würde ich es auch nicht machen...

Sie wurden außerdem gewählt, damit Sie sich Ihre Gesetze machen und einen Haufen Geld einstecken können...

Das könnte man bei Wik***dia als Definition für das Wort "Politiker" verwenden

fibonatz

15.08.2012 18:26

Monti arbeitet eifrig daran, dass es solche Provinzen, schon gar nicht autonome, wo einiges halbwegs funktioniert, nicht mehr länger geben darf. Und unsere Politiker nehmen alles hin, wozu wurden sie gewählt?

7 Kommentare