Kreditgeber stellten Griechenland Ultimatum bis Montagmittag
Die internationalen Kreditgeber haben Griechenland ein Ultimatum gestellt.
Bis Montagmittag müssten die Koalitionsparteien mitteilen, ob sie die Sparauflagen im Gegenzug für weitere Finanzhilfen akzeptierten, sagte ein Sprecher der sozialistischen PASOK-Partei am Sonntag. Dann wäre es zeitlich noch möglich, dass die Euro-Arbeitsgruppe in Brüssel über die Absichtserklärung beraten könne. Die drei Parteien haben sich bereits auf Kürzungen im Umfang von 1,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts geeinigt, ein Ja zu wichtigen Forderungen der EU, der Europäischen Zentralbank (EZB) und des Internationalen Währungsfonds (IWF) steht aber noch aus. Dabei geht es unter anderem um den Mindestlohn und Hilfen für den angeschlagenen Bankensektor.
Die Beratungen der griechischen Regierung mit den Parteichefs über die Rettung des vom Staatsbankrott bedrohten Euro-Landes sollten am Montag fortgesetzt werden. Wie das Büro von Ministerpräsident Lucas Papademos mitteilte, war eine Verhandlungsrunde am Sonntagabend ohne konkretes Ergebnis zu Ende gegangen. Noch in der Nacht auf Montag sollten die Verhandlungen mit der sogenannten „Troika“, den Experten der EU, des IWF und der EZB, weitergehen. Auch die Beratungen mit den privaten Gläubigern über einen Schuldenschnitt dauerten an.