Die Modegruppe Valentino feiert das 50. Jubiläum ihrer Gründung. Das Jubiläum wird mit einer neuen Kollektion gefeiert, die in Mailand vorgestellt wird.
Außerdem wird am Donnerstag die renovierte Valentino-Boutique in der exklusiven Mailänder Shoppingmeile Montenapoleone eingeweiht.
Das 860 Quadratmeter große Geschäft wurde vom britischen Stararchitekt David Chipperfield renoviert, der kürzlich in die Leitung der Architekturbiennale in Venedig berufen worden ist. An der Eröffnungsfeier beteiligen sich auch die Designer Pierpaolo Piccioli und Maria Grazia Chiuri, die seit dem Rückzug des Modepapstes Valentino Garavani die Kollektionen der Modegruppe entwerfen.
Die erste Valentino-Kollektion wurde 1962 in Florenz vorgestellt. Die Marke zählt zu den Kultlabels des „Made in Italy“ und ist ein Synonym von Stil und Eleganz.
Valentino hatte sich 2008 von der Welt der Haute Couture verabschiedet und bereut seinen Schritt nicht.
„Es war der richtige Moment, um eine Karriere zu beenden, die mir sehr viel Glück, Ruhm, und Reichtum beschert hat. Ich konnte nicht mehr erdulden, wie sich die Mode geändert hat. Sie ist zum reinen Geschäft geworden und liegt in den Händen von Finanzleuten, die nur an Gewinne denken. Nach jahrzehntelanger freier und erfolgreicher Arbeit hätte ich mir nicht sagen lassen, was ich tun kann und was nicht“, sagte Valentino kürzlich.
In den letzten Jahren ist die Modegruppe Valentino saniert worden, nachdem sie jahrelang Verluste gemeldet hatte.
Der Modekonzern, der erst im vergangenen Jahr die Gewinnschwelle erreicht hat, verzeichnete zuletzt einen Umsatz von 320 Millionen Euro.
„Wir ernten die Früchte unserer tiefgreifenden Umstrukturierungsaktion“, so der Geschäftsführer des Konzerns, Stefano Sassi.
Eine neue Boutique öffnete der Konzern in Hanoi, geplant ist auch der Einstieg in Brasilien. Das Unternehmen betreibt zurzeit 85 Boutiquen direkt, 44 werden in Franchise geführt. Valentino steht mehrheitlich im Besitz der italienischen Unternehmerfamilie Marzotto.