Artikel vom 17. Juli 2012
Nachhaltig bedeute dabei, sowohl alle Voraussetzungen für eine Weiterentwicklung zu schaffen, als auch mit Grund und Boden verantwortungsvoll umzugehen, unterstreicht Präsident Stefan Pan am Dienstag in einer Aussendung.
„Wie kostbar Baugrund ist, wissen Unternehmen am besten“, so Pan: Laut den letzten verfügbaren Daten des Landesinstitutes für Statistik Astat gebe es in Südtirol 1443 Hektar Industrie- und Gewerbefläche. Dem produzierenden Gewerbe stehen also knapp 0,2 Prozent der Gesamtfläche Südtirols zur Verfügung.
Trotzdem sei der Beitrag an Südtirols Wohlstand enorm: „Der Anteil des produzierenden Gewerbes an der Gesamtwertschöpfung liegt bei 22 Prozent“, erklärt Pan.
Auch der Unternehmerverband sei der Überzeugung, dass man bei der Flächennutzung sehr stark zukunftsorientiert sein soll. „Zukunftsorientiert handeln heißt sehr wohl mit Baugrund sparsam umzugehen, aber auch, den Unternehmen die Möglichkeit zu geben zu wachsen und sich zu entwickeln, um damit Arbeitsplätze und Wohlstand zu sichern“, unterstreicht Pan.
Flächen sollten strikt bedarfsorientiert eingesetzt werden. Daher brauche es dringend einen Paradigmenwechsel in der Verwaltung von Wohn- und Gewerbegebieten, meint Pan: „Weg vom System der Enteignungen und Zuweisungen und hin zu einer bedarfsorientierten, schnelleren und unkomplizierteren Regelung, die garantiert, dass zeitgerecht den reellen Bedürfnissen Rechnung getragen werden kann.“
Die der Landesregierung vorliegende Reform der urbanistischen Neuordnung der Gewerbegebiete ziele auf die Vereinfachung und Beschleunigung der Verfahren ab. „Damit wird sie genau diesem Anspruch gerecht und sollte demnach im Interesse aller Wirtschaftstreibenden ehestens verabschiedet werden“, meint Pan in seiner Aussendung.