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Artikel vom 12. August 2012

Passagiere gestrandet: Wind Jet fliegt nicht mehr

Wie italienische Medien am Samstagabend berichteten, steht die sizilianische Billigfluglinie Wind Jet vor dem Aus. Das Chaos auf italienischen Flughäfen ist vorprogrammiert.

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Seit Sonntagvormittag fliegen die Maschinen der maroden Gesellschaft nicht mehr.

Zahlreiche Passagiere sind bereits gestrandet.

Hunderte Passagiere, darunter 200 Israelis, saßen auf dem römischen Flughafen Fiumicino fest.

Sie mussten die Nacht auf Sitzen verbringen. Die Passagiere suchten hektisch nach anderen Fluggesellschaften, um ans Ziel zu kommen.

Bis Ende Oktober hatte Wind Jet bereits mehr als 300.000 Tickets verkauft, die nun wohl wertlos sind.

Die betroffenen Passagiere werden von fünf anderen Fluggesellschaften übernommen. Allerdings ist je nach Flug noch ein happiger Aufschlag zu zahlen und das Chaos an den Flughäfen vorprogrammiert.

Der Flughafen von Verona, von wo aus Wind Jet Catania anflog, bietet auf seiner Webseite erste Informationen.

Übernahmegespräche mit Alitalia sind gescheitert

Wind Jet war bereits seit längerem in einer finanziellen Schieflage und hatte Übernahmegespräche mit Alitalia geführt.

Uneinigkeiten über den Kaufpreis führten Alitalia-Chef Andrea Ragnetti kürzlich zum Verzicht auf die geplante Übernahme von Wind Jet.

Nun war die Fluglinie gezwungen, ihren Betrieb einzustellen.

Laut „Corriere della Sera" erhalte sie kein Benzin mehr und  mittlerweile seien auch bereits mehrere Flugzeuge der Leasing-Gesellschaft in Irland zurückgegeben worden.

Die Homepage von Wind Jet wurde auf Betreiben der Luftfahrtbehörde ENAC gesperrt. 

Minister Passera ruft Krisentreffen ein

Am Samstagabend hat sich auch die Politik zum Thema eingeschaltet.

Minister Corrado Passera zeigte sich überrascht über das Scheitern der Übernahmegespräche.

Er hat für den 14. August ein Krisentreffen einberufen.

Wind Jet sechstgrößte Airline in Italien

Wind Jet ist auf Flüge auf den süditalienischen Raum spezialisiert. Alitalia hatte im April bekanntgegeben, das gesamte Aktienpaket an der Airline übernehmen zu wollen.

Die 2003 gegründete Wind Jet ist Italiens sechstgrößte Airline mit einem Anteil am heimischen Markt von 6,2 Prozent.

Die Gesellschaft mit einer Flotte aus 12 Airbussen beförderte im vergangenen Jahr 2,8 Millionen Passagiere.

Durch die Fusion mit Wind Jet hätte Alitalia der zunehmenden Konkurrenz von Billigfliegern Paroli bieten wollen, die auf dem rentablen italienischen Markt stetig wachsen.

Alitalia hatte bereits 2008 die Fluggesellschaft Air One geschluckt.

stol/kls/apa

pugga_nagga

12.08.2012 10:07

Auser Bungabunga isch in dem Stoot nix mehr zu rettn.

1 Kommentar