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Artikel vom 02. August 2012

SMG setzt voll auf das Web

Um die stark wachsende Bedeutung von Internet und Smartphones ging es am Donnerstag beim Sommerpressegespräch der Südtirol Marketing Gesellschaft (SMG) in Bozen.

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v.l. Christoph Engl, Hans Berger, Reinhold Marsoner, Dado Duzzi und Walter Meister - Foto: DLife/lo - Foto: D

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„2,3 Milliarden Menschen sind heute weltweit online, 68 Prozent der Europäer nutzen das Internet“, nannte Reinhold Marsoner einführend einige Zahlen.

Der SMG-Präsident verwies vor allem auf die rasante Entwicklung des mobilen Internet durch Smartphones und Tablets.

Diese würden massiv zur Suche nach Urlaubsprodukten benutzt.

„Was aber oft unterschätzt wird, ist die Tatsache, dass die Smartphones gerade im Urlaub sehr häufig zum Einsatz kommen“, so Marsoner.

Apps kämen beispielsweise auf der Suche nach Restaurants, Straßen oder Veranstaltungen zum Einsatz.

Urlauber präsentieren Ferien im Netz

Auch teilten Urlauber online zunehmend ihre Erfahrungen und Erlebnisse unmittelbar mit ihren Freunden.

„Begeisterte Urlauber, die ihre Bilder auf Facebook posten sind eine glaubwürdige Stimme für das Urlaubsland“, so Marsoner.

Berger: Kostenlose WLAN-Zugänge für Urlauber wünschenswert

Hans Berger, Landesrat für Tourismus, kündigte an, dass die Landesregierung bis 2013 Glasfaserleitungen in alle Südtiroler Gemeinden bringen wolle.

Dann müssen allerdings die Gemeinden erst dafür sorgen, dass das Breitbandnetz auch auf dem Gemeindegebiet selbst ausgebaut wird.

Berger betonte, es wäre wünschenswert, dass Gastwirte Urlaubsgästen kostenlose WLAN-Zugänge anbieten, damit diese sich auch aktiv über die Angebote vor Ort informieren bzw. auch ihre Urlaubseindrücke auf sozialen Netzwerken teilen können.

Weiters sei es auch wichtig, dass Gemeinden an öffentlichen Plätzen kostenlose WLAN-Möglichkeiten anbieten.

„Das einfache und kostenlose Navigieren im Internet wird immer mehr als Standardleistung empfunden. Wer hier nicht mithalten kann, gilt schnell als überholt“, so Berger.

Guter Web-Auftritt reicht nicht mehr

SMG-Direktor Christoph Engl unterstrich, dass ein guter Webauftritt nicht mehr ausreiche.

Wichtig sei auch eine gute Präsenz bei führenden Internetplattformen mit Millionenpublikum, das Mitmischen in sozialen Netzwerken und attraktive und servicegerechte Smartphone-Applikationen, betonte Engl.

Nur so bekomme man genügend Kontakte, erreiche ein gutes Ranking bei Suchmaschinen und schaffe es, den Urlauber nicht nur vor der Abreise sondern auch während des Urlaubs „abzuholen“.

Denn: „Was früher das Tagebuch oder das Fotoalbum war, ist heute das schnell verschickte Bild oder die unmittelbar geschriebene 'Urlaubspostkarte' via Smartphone“, betonte Engl.

Erfahrungen würden dabei ebenso sofort geteilt wie Bewertungen von Beherbergungsbetrieben oder Restaurants.

Die SMG-Strategie

Für die Marke Südtirol bedeute diese Entwicklung der ganzheitlich gestaltete Schritt ins Netz: „Web-TV und Bannerwerbung, vertiefende Inhalte in neuen Medien und Online-Spiele tragen maßgeblich dazu bei, die Marke Südtirol begehrlich zu machen.“

Der Südtirol-Auftritt bei Facebook nähere sich der 50.000 Fans-Grenze und es gebe mehr als 50.000 Downloads bei den mobilen Applikationen wie der Südtirol-Guide-App und der Christkindlmarkt-App.

„Im Marketing hat sich vieles ins Internet verlagert und wir reagieren mit neuen Angeboten darauf, wie etwa mit unserem digitalen Magazin 'Lebensart' oder Internetspielen wie das aufwändig gestaltete Dolomitenrätsel, bei dem schon mehr als 4.000 Personen mitgemacht haben“, so der SMG-Direktor abschließend.