Rund 92,1 Millionen Euro wurden 2007 in Südtirol für betriebsinterne Forschungs- und Entwicklungstätigkeit (Intra-Muros) ausgegeben – das ist rund die Hälfte der Summe, die das Trentino im selben Jahr die Forschung investiert hat. Auch beim Personal wird in Südtirol vergleichsweise stark gespart.
Dies geht aus einer Studie des Landesinstituts für Statistik (ASTAT) zur Forschung und Entwicklung (F&E) im Jahr 2007 hervor.
Im Vergleich zu den Ergebnissen der Nachbarprovinz Trient zeigt sich, dass Südtirol noch Aufholbedarf hat.
Im Trentino, wo sowohl die öffentlichen Strukturen, als auch die universitären Einrichtungen höhere Investitionen tätigen, erreichen die Ausgaben für F&E rund 182,7 Millionen Euro.
Im Gegensatz zu Trient sind in Südtirol allerdings jene Ausgaben höher, die die Unternehmen in die Forschung investieren: Mehr als die Hälfte aller Ausgaben für F&E, nämlich 69,4 Prozent, wurden von den Unternehmen getätigt.
Die Unternehmen in Südtirol haben damit etwa zehn Millionen Euro mehr in F&E investiert, als die Unternehmen im Trentino.
In Südtirol folgen auf die Unternehmen die Nonprofit- Institutionen (17,6 Prozent), der Universität (10,9 Prozent) und den öffentlichen Körperschaften (2,1 Prozent).
Arbeitsplatz für 1229 Beschäftigte
In der betriebsinternen Forschung und Entwicklung arbeiteten in Südtirol im Jahr 2007 genau 1229 Personen. Gemessen an den F&E-Beschäftigten auf gesamtstaatlicher Ebene entspricht dies 0,6 Prozent.
Das meiste Personal wurde dabei von den Unternehmen eingesetzt, sowohl in Südtirol (53,9 Prozent) als auch in Italien (45,0 Prozent). Es folgen die Nonprofit-Institutionen in Südtirol (22,2 Prozent) und die Universitäten in Italien (34,1 Prozent).
Gegenüber der Nachbarprovinz Trient ergibt sich bei den F&E-Beschäftigten ein ähnliches Bild wie bei den Ausgaben. Mit einer Anzahl von 2474 sind im Trentino etwa doppelt so viele Personen in der Forschung und Entwicklung beschäftigt wie in Südtirol.
Südtirol weit weg von EU-Vorgaben
Auch auf EU-Ebene hinkt Südtirol stark nach. Laut der Lissabon-Strategie, mit der die Europäische Union zum wettbewerbsfähigsten, wissensgestützten Wirtschaftsraum der Welt werden soll, sollten innerhalb 2010 die Investitionen drei Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP) ausmachen.
Dieses Ziel liegt für Südtirol noch in weiter Ferne: Im Jahr 2007 betrug die F&E-Quote am BIP nut bei 0,55 Prozent.
Wie die ASTAT-Studie allerdings hervorhebt, kann Südtirol jedoch besonders dank den Investitionen seiner Unternehmen mit Dynamik punkten und weist den stärksten Anstieg der F&E-Intensität zwischen 2002 und 2007 auf (von 0,23 Prozent auf 0,55 Prozent des BIP).
stol

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