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Artikel vom 12. Juli 2012
Mal ehrlich: Verglichen mit den Pendelakrobaten der großen Metropolen, die zwischen Bus, U-Bahn, Tram, Schnellbahn und Autobahn jonglieren, haben es unsere Südtiroler Pendler relativ einfach. Das Thema ist dennoch hochaktuell, sei es aus sozio-ökonomischer Sicht, als auch aus umwelttechnischer. Verschiedenste Aspekte rund um den Pendleralltag - in Südtirol und anderswo - wurden beim letzten EURAC science cafè in diesem Jahr diskutiert, das ebenfalls seine Sachen packte und für das große Finale in die grüne Umgebung von Bozen pendelte. Termin war Samstag, 14. Juli, um 11.30 Uhr im Schwimmbad von Jenesien.
Während bis 1950 die ländliche Gesellschaft vorwiegend auf ihren Höfen lebte und arbeitete, suchen in den letzten Jahrzehnten immer mehr Menschen ihr Arbeitsglück in den größeren Ballungszentren, allen voran in Bozen. Welche Größenordnung hat dieses Phänomen? Wie viele Menschen pendeln täglich von Jenesien ins Tal? Wie wird mit der Pendlermobilität umgegangen? Und wie wird sie in anderen Regionen mit ähnlichem Hintergrund geregelt? Darüber diskutierten Ekkehard Allinger-Csollich aus Innsbruck, Klimaschutzbeauftragter der Tiroler Landesregierung, und der Geograf und Verkehrsplaner Matthias Wagner vom EURAC-Institut für Regionalentwicklung und Standortmanagement. Außerdem steuerten Günther Burger, Direktor des Amts für Personenverkehr der Provinz Bozen, Ivan Moroder, Direktor des Amtes für Mobilität der Gemeinde Bozen, sowie Paul Romen, der Bürgermeister von Jenesien, ihre Sicht der Dinge bei.
Durch die Veranstaltung leitete Pendler und Radiomoderator Matthias Mayr vom RAI Sender Bozen.
Für die musikalische Umrahmung sorgte DJ TMS an den Plattentellern, während Karikaturist Rudi die Diskussion mit seinen eigenwilligen Cartoons kommentierte.
Eine Zusammenfassung des EURAC science cafès sendet Radio Tandem am Dienstag um 13.05 Uhr. Den Podcast mit der Gesamtaufnahme des Abends, sowie Videointerviews, Fotos und das Programm mit dem Überblick über alle EURAC science cafès gibt es unter http://sciencecafe.eurac.edu.