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Artikel vom 20. Juni 2012

Naturgefahren – wie viel Kontrolle ist möglich? - Bildergalerie

Sind Naturkatastrophen vorhersagbar? Das folgenreiche Erdbeben in der Emilia-Romagna hat die Debatte darüber wieder neu entfacht. Dabei beharren viele Wissenschaftler auf dem Unterschied zwischen Vorhersage und Vorbeugung, zwischen Kontrolle und unmittelbarer Schadensbehebung, sei es bei Erdbeben, Überflutungen oder anderen Naturgefahren.

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Es braucht kein Armageddon. In dicht besiedelten Berggebieten wie dem unseren sind Naturkatastrophen ein alltägliches Risiko. Muren, Rutschungen, Steinschlag beeinträchtigen immer wieder die menschlichen Aktivitäten und können im Extremfall auch in Tragödien enden. Mit dem Klimawandel nimmt die Gefahr zu. Moderne Technologien wie Satelliten helfen uns, Veränderungen in der Bodenbeschaffenheit zu erkennen. Wie funktioniert das? Inwieweit kann der Mensch eingreifen? Und wenn trotz Vorkehrungen etwas passiert, wer trägt dann die Verantwortung? Lebt es sich in Südtirol gefährlicher als in anderen Regionen?

Drei Experten, die in ihrem Arbeitsalltag auf drei ganz unterschiedlichen Ebenen mit der „Kontrolle“ von Naturgefahren zu tun haben, diskutierten am Mittwoch, 20. Juni, um 20.30 Uhr: Der Geologe Christian Iasio vom EURAC-Institut für Angewandte Fernerkundung untersucht und beobachtet mit Hilfe von Satellitendaten Hangrutschungen in Südtirol; Volkmar Mair, ebenfalls Geologe sowie Direktor des Landesamts für Geologie und Baustoffprüfung, entwickelt Systeme und Vorkehrungspläne im Fall von Naturkatastrophen; dritter Gast ist Oberstaatsanwalt Guido Rispoli, der den Aspekt der Verantwortung bzw. der Schuldfrage abdeckt.

Durch den Abend führte Marica Terraneo, leitende Journalistin beim lokalen Sender Rttr.       

Umrahmt wurde die Veranstaltung zum einen musikalisch von Dj Alex S., zum anderen von den kritisch-humoristischen Cartoons, die Rudi live im Laufe des Abends zeichnet.

Eine Zusammenfassung des EURAC science cafès wird am darauffolgenden Dienstag um 13.05 Uhr auf Radio Tandem gesendet. Den Podcast mit der Gesamtaufnahme des Abends, sowie Videointerviews, Fotos und das Programm mit dem Überblick über alle EURAC science cafès gibt es unter http://sciencecafe.eurac.edu.

Kontakt: Laura Defranceschi, laura.defranceschi@eurac.edu, Tel. 0471 055 037, mobil 331 1729026