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Artikel vom 26. Juli 2012

Präsentation: Klang Farben Atelier 2012

Zwölf Südtiroler Künstler zeigen Studien zu Klang und Bild - Raum und Zeit! Morgen, 28. Juli findet um 10.30 Uhr in Völs die Präsentation der Arbeiten des interdisziplinären Workshops „Klang Farben Atelier“ statt.

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Klangfarbenatelier ist eine Arbeitswoche zur interdisziplinären Begegnung verschiedener künstlerischer Disziplinen. Menschen aus den unterschiedlichsten kreativen Bereichen arbeiten und leben für eine Woche unter einem Dach. Spannend an dem von der Südtiroler Künstlerin Elisabeth Oberrauch entwickelten Konzept ist für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler nicht nur das hautnahe Erleben von Arbeitsprozessen unterschiedlicher Bereiche, sondern vor allem das Ineinandergreifen der Disziplinen, der aktive Austausch und das Miteinander, das neue Zugänge eröffnet und Sichtweisen schärft.
In der aktuellen Ausgabe nahm der international bekannte Südtiroler Komponist und Musiker Gerd Hermann Ortler teil und schaffte, gemeinsam mit fünf weiteren Berufsmusikern: Veronika Schicho, Hans Tutzer, Mike Tiefenbacher, Julia Schreitl und Werner Angerer neue musikalische Kompositionen. Getragen von den Klängen der Musikerinnen und Musiker kreierten Marianna Gostner, Benedikta Kier, Arnold Holzknecht, Toni Hanny und Elisabeth Oberrauch neue Produktionen aus dem Bereich bildende Kunst - Malerei, Skulptur und Objektkunst. 2012 wurde das Feld der Kreativen erstmalig auf die Literatur ausgeweitet: Die Schriftstellerin Margit von Elzenbaum fasste für eine Woche Klang und Farben in Worte.
 

Am Samstag, 28. Juli findet um 10.30 Uhr die Präsentation der Arbeiten in der Villa Oberrauch in St. Konstantin, 7 statt. Oberrauchs Hausgalerie mit einer Auswahl der entstandenen Arbeiten sowie der Skulpturenwald sind bis inklusive Sonntag, 5. August täglich von 17 - 19.30 Uhr für Interessierte geöffnet.
Parkmöglichkeit bei der Kirche von St. Konstantin.
In Zusammenarbeit mit dem Südtiroler Künstlerbund und der Hypo Tirol Bank Italien.

Infos: 0471 977 037

Impressionen vom „Klangfarbenatelier“ von Margit von Elzenbaum
Ein Kameraauge hat sonntags herrliche Bilder gezeigt, wo " in der Ruhe des hochstämmigen Forstes der Weiher... Bächlein und Quellen murmeln allenthalben" und wo "grüne Wiesenanger und wohlgebaute Äcker" zu finden sind. Mir fuhr eine schrecklich schöne Wehmut unter die Haut, als hätte es den Menschen in diesem "lieblichen Fleckchen Erde" nie gegeben. Dabei hat er, so meldete das Kameraauge, "dort selbst Frischhäuser gebaut... in ihrem sommerlichen Zwecke entsprechenden Stile", um "der Gluthitze des Talkessels zu entkommen". Da konnte ich nicht anders, als mich ins Bild zu wünschen. Oder ich wollte darin zumindest auf der leeren Schaukel für einige Augenblicke entschwinden im Auf und Nieder dieser Sommerwiege. Es wurde auch präzise hinzugefügt, dass "das gespreizte Bozner Hochdeutsch hier niemals gesprochen wurde". Wos mir auf der Wies ois um die Fiass flottert und sumpert, treibt mi weiter und wenn i a hinterschi vo der hutsch oigaukl und weiterrudl bis mi die nägschta Feicht herbremst, steh i gor net flink wieder auf weil die guata Parfeimluft mi echt rauschig mocht. Liegen bleib i bu di Turmhoachn und no heacharn Bam iberschi zu schaugn, na eigentlich sie auf mir oarrauschen zu lossen, als liegat i in a original feichtena Bettstodt. A soua Kamerabild fuchtzig mol ochzig is schun a bissl gsparig, und kaum i auf dar Seit schaug steht dar Toaschter im Weg und as Kuchltreigl mit die Schalalan, dei ozuspialn sein. Zitate aus "Sankt Konstantin, Chronik der Sommerfrische sankt Konstantin am Schlern, 1888-1928, herausgegeben anlässig seines 40jährigen Bestehens" von Franz Scrinzi.