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Artikel vom 23. November 2011
Hier der Beitrag von Werner Baumann zum Thema „Du verstehst mich einfach nicht!“:
„Das gegenseitige Verständnis ist die Basis für jeden erfolgreichen Umgang zwischen zwei Menschen, insbesondere zwischen Mann und Frau, sei es im Beruf wie auch privat. Wir müssen uns daher wichtiger Unterschiede in der Sprachform und in der Art zu denken klarwerden!
Unterschiedliche Rollen zwischen Mann und Frau, biologisch angeborene Stärken und Schwächen führen dazu, dass sich Mann und Frau aufbauend auf ihren unterschiedlichen Gefühlen, Empfindungen, Absichten und Zielen einer eigenen besonderen Art bedienen, diese Gefühle zum Ausdruck zu bringen.
Auf diese Unterschiede in der Kommunikation wird beim Kennenlernen wie auch später in einer möglichen Beziehung nur zu oft von beiden Geschlechtern vergessen.
Verschiedene Absichten und Wünsche, vielleicht verpackt in ähnliche Worte, können große Spannungen zwischen den beiden Geschlechtern hervorrufen. ‚Mann‘ verknüpft mit dem Gesagten der Frau etwas anderes als diese ursprünglich aussagen wollte. Schwierig wird es vor allem dann, wenn in der Sprache der Ausdruck von versteckten Wünschen, Vorstellungen, Bitten und Absichten steckt, die man aber nicht direkt aussprechen kann. Wenn also die gleiche Sprache der beiden Partner zu verschiedenen Denkweisen und Handlungen führt. Sie fassen etwas ‚falsch‘ auf.
Wenn ich ein paar allgemeine Aussagen zu dieser Disharmonie geben darf, dann würde ich meinen, dass den Männern die Informationsvermittlung primär von großer Wichtigkeit ist.
Frauen hingegen verbinden mit der Wahl der Sprache deutlicher die Beziehung zu ihrem Gesprächspartner. Sie lassen sich durch Kritik leichter verunsichern, während Männer die Kritik des anderen oft zu einer „jetzt erst recht“- Handlung motivieren kann.
Für Männer zählen in erster Linie Fakten, Zahlen, Resultate...also der Informationsgehalt der Sprache. Sie bringen nicht so viel Emotionales wie Frauen zum Ausdruck, wie zum Beispiel ein angenehmes Gesprächsklima sowie die Gleichberechtigung und Akzeptanz des Gesprächspartners.
Männer wollen in der Art ihrer Sprache auch gerne dominante Rollen zum Ausdruck bringen und können dabei Frauen, vor allem in geschäftlichen Beziehungen, verletzen und demotivieren. Sie können oder wollen sich vielleicht nicht so sehr in die Situation des anderen hineinversetzen.
Frauen hingegen versuchen stärker den anderen zu verstehen und gemeinsam im Team zu guten Ergebnissen zu kommen. Frauen sind nicht so dominant und arbeiten von vornherein lieber im Team.
In geschäftlichen Beziehungen versuchen Frauen daher auch immer wieder, da Frauen nach wie vor in führenden Positionen in der Minderheit sind, die Art und Weise der Kommunikation der Männer anzueignen.
Dies ist natürlich keine Lösung, um erfolgreich zu sein. Im Gegenteil, diese bewusste Annahme der Männerrolle kann die Frau sehr unbeliebt und unsympathisch machen, sie könnte von den anderen vor allem männlichen Mitarbeitern abgelehnt werden, sie legt ihre weibliche Seite ab.
Wir müssen uns also damit abfinden, dass die Männerwelt und die Frauenwelt mit ihren Werten, Zielen, Wünschen, Gefühlen, Absichten und in der Art eine Interaktion zu führen, sehr voneinander abweichen können.
Männer sollten eigentlich von Männern besser verstanden werden, Frauen von Frauen?
Es besteht ein natürliches Dilemma, das aber natürlich etwas Gutes für sich hat, für die ausgeglichene Erziehung der Kinder z.B. sind die Unterschiede in der Sprachform und den Rollen der beiden Elternpaare von großer Wichtigkeit.
Der bedachte Umgang mit dieser Tatsache ist notwendig, um aus diesen angeborenen und teils entwickelten Unterschieden eine gegenseitige Harmonie aufkommen zu lassen und die eigene Schwäche durch die Stärke des Partners kompensieren zu können.
Wenn beide Partner sich bewusst auf ihre Stärken konzentrieren und den anderen in seiner Art mit seinen Stärken und Schwächen akzeptieren könnten und versuchen würden in diesen besser hinein zu fühlen, dann könnte nicht nur diesem Dilemma Einhalt geboten werden, eine Unmenge an Beziehungsproblemen im Alltag, im Beruf oder auch in der Partnerschaft könnte damit vermieden werden.“