Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
11. Februar 2012
Schnee in Belgrad © 2012 APA/AP Schnee in Belgrad
Chronik

Heftige Schneefälle auf dem Balkan – Tausende eingeschneit

Heftige Schneefälle haben große Teile der Balkanhalbinsel am Samstag in neues Chaos gestürzt. In der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica fiel ein halber Meter Schnee.

In Serbien und Bosnien-Herzegowina dürfen Schüler und Studenten nach der freien vergangenen Woche auch in den kommenden sieben Tagen zu Hause bleiben, beschlossen die Regierungen beider Länder.

In der Nähe der montenegrinischen Stadt Kolasin (nördlich der Hauptstadt Podgorica) waren Dutzende Reisende in einem Zug gefangen, nachdem eine Lawine die Schienen blockiert hatte.

In Serbien waren 50.000 Menschen eingeschneit, teilte der Leiter des Notfallstabes, Predrag Maric, am Samstag in Belgrad mit. 19 Kältetote seien bisher seit Beginn der Extremtemperaturen zu beklagen. Unzählige Straßen seien nach wie vor nicht zu befahren.

Arbeitsfreie Woche

Um Strom zu sparen, bestimmte die serbische Regierung die nächste Woche als arbeitsfrei.

Staatsunternehmen und Behörden bleiben geschlossen, private Firmen sollten ihren Mitarbeitern ebenfalls freigeben.

„Wir reden über die Gefahr, dass das Stromsystem auseinanderfliegt“, begründeten die Behörden ihren Schritt. Heizkraftwerke liefen an ihren Kapazitätsgrenzen.

Schifffahrt in Bulgarien lahmgelegt

Eine dicke Eisdecke legte in Bulgarien die Schifffahrt auf der Donau lahm. Bei der Donaustadt Silistra im Osten war der Fluss komplett zugefroren, wie die bulgarische Donaubehörde am Samstag mitteilte.

In dem Balkanland starben nach Medienangaben bisher mehr als 20 Menschen in der Kälte. Zudem ertranken im Süden des Landes zehn Menschen bei Überschwemmungen, die von übergelaufenen Stauseen und Flüssen verursacht wurden.

apa/dpa




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