Werbung - Redaktion - Donnerstag, 24. Mai 2012
04. Februar 2012
Schnee in Rom: eine Seltenheit. © 2012 LaPresse Schnee in Rom: eine Seltenheit. Trotz Warnungen wurden die Römer von den Schneemassen überrascht. © 2012 LaPresse Trotz Warnungen wurden die Römer von den Schneemassen überrascht. Kein passendes Schuhwerk für diese Temperaturen und Witterungsverhältnisse. © 2012 APA/AP Kein passendes Schuhwerk für diese Temperaturen und Witterungsverhältnisse. Ein verschneites Kolosseum: Für viele eine Sensation © 2012 LaPresse Ein verschneites Kolosseum: Für viele eine Sensation © 2012 APA/AP
Chronik

Schneechaos in Italien – Fünf Todesopfer

Der italienische Zivilschutz schlägt Alarm wegen chaotischer Zustände infolge heftiger Schneefälle am Freitag und in der Nacht auf Samstag. Heftiger Schnee und sibirische Winde belasteten am Samstag verstärkt Mittel-, und Süditalien.

Schnee fiel in den Regionen Kalabrien und Basilikata. In der Bergregion Irpinien fielen über 70 Zentimeter Schnee. Auch in Apulien und in Neapel wurden Schneefälle gemeldet.

Auch Norditalien bleibt im Würgegriff klirrender Kälte. Bologna erwachte unter einer hohen Schneedecke. In Triest fegte ein Wind mit einer Geschwindigkeit von bis zu 130 km/h.

Die Temperaturen erreichten minus fünf Grad. In Turin sank der Thermometer in der Nacht auf minus zehn Grad. Die Autobahnstrecke Rom-Pescara wurden für alle Fahrzeuge gesperrt.

Die Straßenpolizei rief die Italiener auf, auf Autofahrten in Richtung Mittelitalien zu verzichten.

Kältewelle fordert fünftes Todesopfer

Die Kältewelle hat ein fünftes Todesopfer gefordert. Eine Frau kam in der süditalienischen Stadt Avellino ums Leben, nachdem ein Glashaus, in dem sie arbeitete, unter dem Druck des Schnees einstürzte.

Ein Mann wurde am Freitag in seinem schneebedeckten Auto in einer Bergortschaft der Provinz Isernia gefunden. Zuvor war ein Obdachloser in Mailand tot aufgefunden worden.

Die Gemeinde Mailand versprach einen verstärkten Einsatz für Obdachlose. Ein 76-Jähriger erlag beim Schneeschaufeln in Parma einem Herzinfarkt. Weitere zwei Todesopfer waren wegen der Kältewelle in den vergangenen Tagen gemeldet worden.

Hunderte Zugpassagiere sitzen fest

Rund 100 Passagiere, darunter Pensionisten, Kinder und eine schwangere Frau waren 17 Stunden lang in einem regionalen Zug unweit von Tivoli bei Rom blockiert. 150 Zugreisende saßen stundenlang in Carsoli in den Abruzzen im Zug Rom-Avezzano fest. Der aus Rom abgefahrene Zug konnte nicht mehr weiterfahren.

Alitalia streicht 40 Flüge

Die Fluggesellschaft Alitalia strich am Samstag 40 Flüge vom römischen Airport Fiumicino. Im gesamten italienischen Flugverkehr kam es wegen der Wetterlage zu Verspätungen. Auch das Bahnnetz wurde von der extremen Wetterlage belastet.

Schneechaos in Rom

Trotz Ankündigung von Wetterexperten sorgte der Schneefall für chaotische Zustände in Rom. Der Verkehr wurde vor allem in der Innenstadt teilweise lahmgelegt.

Der römische Bürgermeister Gianni Alemanno appellierte an die Römer, aufs Auto zu verzichten. Bei der Bahnverbindung zwischen dem römischen Flughafen Fiumicino und dem Stadtzentrum kam es zu Verspätungen. Am Samstag blieben die Schulen gesperrt.

Hunderte Autofahrer blieben stundenlang auf der großen Stadtumfahrung GRA stecken, auf der einige Autos wegen des Schnees Unfälle gebaut hatten.

500 Passagiere, die in einem regionalen Zug nördlich von Rom stecken geblieben waren, mussten die Nacht in einer Schule verbringen.

Öffentliche Auseinandersetzung

Zu öffentlichen Auseinandersetzungen kam es zwischen Bürgermeister Alemanno und Zivilschutzchef Franco Gabrielli. Die Stadt habe unvorbereitet reagiert, obwohl der heftige Schneefall schon vor Tagen angekündigt worden war, protestierte Gabrielli.

Der Bürgermeister erwiderte, die Meteorologen hätten nicht einen derart starken Schnee vorhergesagt. 

Agrarverband klagt über Schäden

Der Agrarverband klagt zunehmend über Schäden für die Landwirte in Höhe von 50 Millionen Euro. Tonnen verderblicher Lebensmittel konnten nicht verteilt werden.

stol/apa

Schwere Zeiten für Obdachlose: Die Gemeinde Mailand versprach einen verstärkten Einsatz für Obdachlose, nachdem ein rund 50-jähriger Mann erfroren war.
© 2012 APA/AP

Schwere Zeiten für Obdachlose: Die Gemeinde Mailand versprach einen verstärkten Einsatz für Obdachlose, nachdem ein rund 50-jähriger Mann erfroren war.



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